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Mit Mundschutz-Verkauf, Appellen zum zügigen Einkauf und noch mehr Polizeipräsenz stellt sich der Gießener Wochenmarkt auf den erwarteten Karsamstag-Ansturm ein. FOTO: MÖ

Wegen Corona-Regeln

Corona Gießen: Karsamstag-Ansturm bereitet Märkten Sorge

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Jeder, der Lebensmittel verkauft, hält die Luft an. Der Karsamstag ist ein "Hauptkampftag" der Branche. In diesem Jahr ist Gedränge wegen der Corona-Regeln tabu.

Einkaufen für vier Tage mitsamt Festessen: Normalerweise drängeln sich die Kunden am Gründonnerstag in den Supermärkten. Das ist in der Corona-Krise verboten. Am Tag vor dem Osterwochenende bildeten sich daher vielerorts Warteschlangen vor den Lebensmittelgeschäften, auch in Gießen. Heute steht mit dem Karsamstag ein weiterer "Hauptkampftag" der Branche an. Auf dem Wochenmarkt werden die Regeln zum Infektionsschutz deshalb noch weiter verschärft.

Bereits am Mittwoch wurde die Fläche zwischen den Marktlauben freigehalten, damit die Besucher besser Abstand halten können. Die Verkaufsfläche zog sich bis zum Kirchenplatz. Heute soll sie bis zum Marktplatz reichen, da samstags noch mehr Marktbeschicker da sind, erklärt Magistratssprecherin Claudia Boje auf GAZ-Anfrage.

Auch die Präsenz der Ordnungspolizei wird weiter verstärkt. Zwei Streifen sollen Personen ansprechen und bei Bedarf mit Lautsprecherdurchsagen auf die Bestimmungen hingewiesen.

Erstmals werden einige Mitglieder des Wochenmarktbeschickervereins an den drei Hauptzugängen eigens angefertigte Mundschutzmasken zum Preis von je zwei Euro verkaufen. "Wir würden uns freuen, wenn die Leute das nutzen", sagt der Vereinsvorsitzende Eric Döbele. "Man sollte an die Verkäufer denken", die zu zahlreichen Menschen Kontakt haben und nicht immer zwei Meter Distanz einhalten können.

Döbeles größte Bitte: Marktbesucher sollten möglichst alleine oder höchstens zu zweit auf das Gelände kommen und zügig einkaufen, damit keine langen Schlangen entstehen.

Ein wichtiges Anliegen sei ihm zudem, dass niemand das Fahrrad auf den Markt mitnimmt. Schon das Schieben, natürlich erst recht das Fahren sei sowieso verboten, auch außerhalb von Corona-Zeiten.

Der Wochenmarkt mit dem Freiluft-Verkauf und frischen Waren sei in der Krise wichtiger und beliebter denn je, so Döbele. "Wir arbeiten gut mit der Stadt zusammen", würdigt er die gemeinsamen Bemühungen, die Regeln durchzusetzen und so den Betrieb langfristig zu ermöglichen. Ein besonderes Lob gebühre dem Marktmeister, der es gerade in diesen Zeiten "nicht immer leicht hat".

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