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Zwischen Neuer Post und Gleisen soll eine Abstellanlage für über 400 Räder entstehen.

Rad-Abstellanlage

Corona bremst Fahrradprojekt in Gießen aus

  • Burkhard Möller
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Der Bau einer Abstellanlage für Fahrräder hinter der Neuen Post verzögert sich. Dort sind über 400 Plätze geplant.

Gießen (mö). Da muss man erst einmal drauf kommen: Wegen der Nähe zum St- Josefs-Krankenhaus und dem Uniklinikum kann die Stadt seit einiger Zeit nicht mit dem Bau einer großen Fahrradabstellanlage auf einer Fläche hinter der Neuen Post am Bahnhof beginnen. Hintergrund ist die Corona-Krise. »Wir müssen da zunächst eine Kampfmittelräumung durchführen. Wenn dabei eine Fliegerbombe gefunden würde, müssten die Krankenhäuser in der Umgebung evakuiert werden. Das soll vermieden werden«, klärte Bürgermeister Peter Neidel am Mittwochabend bei der Online-Veranstaltung zum Verkehrsentwicklung auf.

Neidel war von einem Zuhörer im Chat gefragt worden, ob die Stadt Ersatz schaffe für die Fahrrad-Parkplätze, die dem Biergarten des Benediktiner Weissbräuhaus an der Alten Post weichen mussten.

Laut Neidel soll hinter derNeuen Post eine Kombination aus überdachten Doppelstockparkern, Sammelschließanlagen, Fahrradboxen und einfachen Fahrradbügeln entstehen. Insgesamt werden es über 400 Plätze sein. Weitere zwölf Fahrradboxen sollen oben am Alten Wetzlarer Weg aufgestellt werden, Neidel: »Dafür haben wir den Kiosk abgerissen«.

Betreiberin der Anlagen wird die Stadt sein, die Bezahlplätze sollen über ein Online-Buchungssystem verwaltet werden. Für das Projekt sind 800 000 Euro als Hessenkasse-Investition des Landes im Haushalt. Ohne Corona wäre die Abstellanlage wohl bereits fertiggestellt. Die Fläche zwischen Gleisen und Neuer Post wird seit Jahren für eine große Radabstellanlage gehandelt.

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