Herbstschau

Cornelia Baums stellt auf dem Schiffenberg aus

  • schließen

Diese Herbstausstellung bringt den Sommer zurück in das alte Gemäuer der Galerie auf dem Schiffenberg. Galerist Rudolf Lotz zeigt dort ab sofort Gemälde von Cornelia Baums aus Linden.

Die Gießener Malerin Cornelia Baums liebt Italien, das ist ihren Bildern deutlich anzusehen. Mehr noch, dieses südliche Lebensgefühl schwappt über den Bildrand hinaus und erfasst unweigerlich alle, die die Bilder betrachten. Da vermutet man das einzige Architekturbild in der Ausstellung in einem italienischen Bergstädtchen und dann handelt es sich um das Rathaus in Lich.

Galerist Rudolf Lotz freut sich ungemein, mit Cornelia Baums eine Künstlerin in den Reigen seiner Galeriefreunde aufnehmen zu können, die jung, dynamisch und expressiv malt. Sie liebt die große Geste und das große Format, "Malen muss auch körperlich sein", sagt sie dazu. Das kleinteilige akkurate Zeichnen hatte sie in ihrem Beruf als technische Zeichnerin, ihre Liebe gilt aber der gestischen Malerei.

Eigentlich habe sie schon immer gemalt, aber so richtig intensiv wurde es vor 15 Jahren. Da war sie mit ihrem Mann nach einigen Berufsjahren in Süddeutschland in die mittelhessische Heimat zurückgekehrt. Sie richtete ein Atelier im Gartenhaus ein, wo die großen Leinwände Platz haben. Sie studierte bei Künstlern im In- und Ausland, bildete sich in verschiedenen Techniken weiter. Besonders prägend war der Expressionist Peter Feichter in Stuttgart.

Sie könne auch detailgenau realistisch malen, "aber das ist mir zu langweilig", sagt sie. Auf ihrer Homepage cornelia-baums.com ist ein Beispiel dafür zu sehen. Ihre Arbeiten entstehen intuitiv, berichtet sie weiter, und sie malt mit spontanem Schwung, das ist an den Farbspritzern auf der Leinwand zu erkennen. Erlebtes, Gesehenes, aber auch Visionen inspirieren sie. Sie nutzt fast alle Genres wie die Ausstellung in der Schiffenberg-Galerie zeigt: Personen, Landschaften und Stillleben, figurativ bis abstrakt. Ihr persönlicher Stil ist immer erkennbar: schnelle Pinselführung, lasierende Farbschichten, Figuren und Gegenstände aus dem Umriss gestaltet, helle und freundliche Farbgebung.

Den Acrylfarben mischt sie immer Sand bei, wodurch besondere Effekte entstehen. Das hat sie auch dazu geführt, reine Materialbilder zu schaffen. Auf die müssen Kunstinteressierte allerdings bis zur nächsten Ausstellung warten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare