Im Hof der Feuerwache müssen weitere Bürocontainer aufgestellt werden. FOTO: SCHEPP
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Im Hof der Feuerwache müssen weitere Bürocontainer aufgestellt werden. FOTO: SCHEPP

Platzmangel.

Containerdorf in Feuerwache wird ausgebaut

  • Burkhard Möller
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Die Stadt Gießen muss am alten Standort der Feuerwehr in der Steinstraße noch investieren.

Gießen(mö). Am Montag fand die Grundsteinlegung für den neuen großen Feuerwehrstützpunkt im früheren US-Depot statt, aber Investitionsbedarf gibt es auch immer noch für die alte Feuerwache in der Steinstraße. Weil das Gefahrenabwehrzentrum von der Berufsfeuerwehr erst in zwei Jahren bezogen wird und der Raummangel in der Steinstraße eklatant ist, müssen nun im Hof weitere Bürocontainer aufgestellt werden. "Es ist nicht zu verantworten, dass die Mitarbeiter aufgrund von Platzmangel für zwei Jahre ihre Arbeit nicht verrichten können", begründet das Hochbauamt eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von knapp 100 000 Euro.

Zu den bereits vorhandenen Bürocontainern, die auf dem Hof der Wache stehen, sollen nun weitere sechs gekauft werden. Sie können später von der Stadt, wenn die Berufsfeuerwehr umgezogen sein wird, für andere Zwecke verwendet werden. Der Bedarf dürfte angesichts weiterer Schulsanierungen auch in Zukunft gegeben sein.

Neben Gebäudeschäden war die Enge vor Jahren ein Grund, sich für einen Neubau an einem neuen Standort zu entscheiden. Der Raum für Büroarbeitsplätze ist laut Hochbauamt in der alten Feuerwache "bei Weitem erschöpft". Die Mitarbeiter betrieben Arbeitsplatz-Sharing, alle Büros würden "durchgehend im Schichtwechsel" belegt. Hinzu komme, dass dem Amt für Brand und Bevölkerungsschutz für dieses Jahr weitere Stellen genehmigt worden seien, laut Stellenplan sind es 68.

Wie es mit der städtischen Liegenschaft nach dem Auszug der Berufsfeuerwehr ins Gefahrenabwehrzentrum in zwei Jahren weitergeht, hatte sich im vergangenen Dezember abgezeichnet. Gesetzt als Nutzerin ist die Freiwillige Feuerwehr Gießen-Mitte, daneben hat die Stadtkoalition aus SPD, CDU und Grünen Geld im Haushalt bewilligt, um die Unterbringung eines Anwohnerparkhauses und eines Kulturgewerbehofs zu prüfen bzw. zu planen.

Brandschutz- und Wirtschaftsdezernent Peter Neidel ließ aber durchblicken, dass es von der Idee eines Kulturgewerbehofs nicht viel hält. Die Kreativwirtschaft in Gießen sei auch jetzt schon gut aufgestellt, meinte Neidel bei einem Pressetermin im November.

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