Conny-Nix-Preis für Hänel und Mädchenwerkstatt

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Kristina Hänel wird erneut ausgezeichnet für ihren Einsatz für das Informationsrecht von Frauen zum Schwangerschaftsabbruch. Die Gießener Ärztin erhält den "Conny-Nix-Preis". Außerdem geht der Preis an die Mädchenprobierwerkstatt der Jugendwerkstatt. Aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehens ehre sie zwei vorbildliche Projekte, erklärt die Cornelia-Patricia-Nix-Stiftung in einer Mitteilung.

Kristina Hänel wird erneut ausgezeichnet für ihren Einsatz für das Informationsrecht von Frauen zum Schwangerschaftsabbruch. Die Gießener Ärztin erhält den "Conny-Nix-Preis". Außerdem geht der Preis an die Mädchenprobierwerkstatt der Jugendwerkstatt. Aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehens ehre sie zwei vorbildliche Projekte, erklärt die Cornelia-Patricia-Nix-Stiftung in einer Mitteilung.

Hänels Kampf gegen den Strafgesetzbuch-Paragrafen 219a bringe ihr Anfeindungen ein und erfordere "ein hohes Maß an Zivilcourage, Engagement und Durchhaltevermögen", so Stiftungsvorstand Dr. Gerhard Freiling. Es ist die dritte Auszeichnung für die Ärztin in diesem Jahr. Vor Kurzem erhielt sie den Olympe-de-Gouges-Ehrenpreis der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Südhessen. Die damit verbundene Spende ließ sie den "Medical Students for Choice" zukommen, die das Thema Abtreibung im Medizinstudium aus der Tabu-Ecke holen wollen. Im März ehrte die Partei Die Linke Hänel mit dem Clara-Zetkin-Preis.

Der zweite Conny-Nix-Preis geht an das Mädchenprojekt der Jugendwerkstatt. Dort können Zwölf- bis Achtzehnjährige nachmittags Produkte aus Holz, Metall und anderen Materialien herstellen. So sollen sie Zugang zu handwerklichen und technischen Berufen finden. Dieses Jahr nahmen bisher 56 Mädchen das Projekt in Anspruch. Dieses hochaktuelle Projekt wolle man öffentlich anerkennen, so Freiling.

Die Preise sind mit 1000 Euro dotiert. Überreicht werden sie am 16. November ab 19 Uhr in der Jugendwerkstatt im Alten Krofdorfer Weg. Die Cornelia-Patricia-Nix-Stiftung setzt sich für die Qualifizierung und Unterstützung von Mädchen, Frauen und Berufsrückkehrerinnen ein. Dies verfolgt sie durch Einzelförderung in Notlagen und durch den Preis. Namensgeberin Cornelia Nix war seit 1995 in der Abteilung Frauenförderung beim Zentrum Arbeit und Umwelt Gießen (ZAUG) tätig. Nach ihrem Tod 2004 gründeten Familie, Freunde und Kollegen die Stiftung. (Archivfoto: Schepp)

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