Antisemitismus

Christen und Muslime in großer Sorge

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Gießen (pm). Vertreter der Christen wie der Muslime aus Gießen haben gemeinsam ihr Erschrecken über den aufflammenden Antisemitismus in Deutschland erklärt. In der Erklärung heißt es: »Die erneut eskalierende Gewalt in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten geht uns nahe und entsetzt uns. Unsere Gebete sind bei allen, die in Angst um ihre Unversehrtheit leben müssen, in israelischen Städten wie im Gaza-Streifen und in Jerusalem als unseren drei Religionen heiligem Ort«.

Alle politischen Kräfte müssten gemeinsam darauf dringen, »den Ausbruch der Gewalt zu beenden und die Wiederaufnahme der Gespräche zur Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern zu unterstützen.«

Unterzeichnet ist die Erklärung von Propst Matthias Schmidt und den Dekanen André Witte-Karp und Hans-Joachim Wahl für die evangelische und die katholische Kirche in und um Gießen, von Pfarrer Cornelius Mann für die Gesellschaft für Christliche-Jüdische Zusammenarbeit, von Pfarrer Klaus F. Pötz für den Freundeskreis der Jüdischen Gemeinde, von Pfarrer Bernd Apel für den Rat der Religionen sowie von Abderrahim En-Nosse für die Christlich-Islamische Gesellschaft. Sie äußern ihr Erschrecken darüber, »dass die Gewalt des Konflikts auch in Deutschland angekommen ist und in sozialen Medien Juden Hass und Hetze ausgesetzt sind«. In mehreren Städten seien israelische Flaggen verbrannt und Synagogen sowie andere jüdische Einrichtungen beschädigt worden.

»Die Bedrohung für die jüdische Gemeinschaft wächst.« Gemeinsam unterstreichen die Religionsvertreter: »Wer Jüdinnen und Juden kollektiv und hier in Deutschland für Ereignisse in Israel und in den palästinensischen Gebieten in Haftung nehmen will, offenbart tiefen Antisemitismus. Dem stellen wir uns mit aller Kraft entgegen«

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