Choreografie sprüht vor Witz

Der Jugendclub-Tanz am Stadttheater Gießen zeigt "Die Abenteuer des Perseus" auf der TiL-Studiobühne.

Es ist bereits die sechste Produktion des "Jugendclub-Tanz" am Stadttheater Gießen, die am Wochenende Premiere hatte. Seit 2005 erarbeiten Tarah und Terry Pfeiffer gemeinsam mit den knapp 20 Jugendlichen, die momentan im Alter zwischen zwölf und 22 Jahren sind, ein Tanzstück zu einem Thema, das in diesem Jahr der griechischen Antike entstammt.

"Die Abenteuer des Perseus" werden erzählt: Sohn des obersten Gottes Zeus und der Danae, einer Sterblichen. Der junge Halbgott wird vom Königshof verwiesen und wendet sich an die Götter um Hilfe. Diese wird ihm zwar gewährt, doch wie immer in den alten Mythen, muss er dafür eine heldenhafte Aufgabe erledigen: Er soll die schreckliche Medusa enthaupten, bei deren Anblick die Feinde augenblicklich erstarren.

Auf dieser Reise begegnet Perseus- semi-professionell getanzt von Glenn Buchholtz - verschiedenen Wesen, die mit einfachen Mitteln, aber höchst anschaulich dargestellt werden.

Die Götter haben goldene Bekleidungselemente und geben ihm Hilfsmittel für den Kampf: neben Schwert und Schild auch die Kraft zum Kämpfen in Form von Stulpen und die Flügel des Götterboten Hermes (pfiffig: Katharina Huber) in Form eines Fußbändchens. Die Gruppenszenen sind mit farbigen Kostümen aufeinander abgestimmt, was besonders schön zur Geltung kommt in den blau wogenden Meeresszenen mit den Seenymphen und Seeungeheuern.

Die Choreografie ist bis ins Kleinste durchgestaltet, Disziplin und teils auch darstellerisches Vermögen der Beteiligten sind staunenswert. Zur jeweiligen Stimmung in den Szenen trägt eine Musikauswahl wesentlich bei, die auch die Groß(eltern) im Publikum erreichen dürfte, etwa die Rockballaden von den Rolling Stones und Jethro Tull.

Alles wurde eigenständig organisiert, vom Bühnenbild bis zu den Kostümen und der oft genug vor Witz sprühenden Choreografie. Ein begeistertes Publikum applaudierte der sehenswerten Produktion. Weitere Vorstellungen am 6. und 20. Februar, 6. und 19. März im TiL.

Dagmar Klein

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