"Charta für Sterbende" unterzeichnet

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Dr. Holger Hauch ist seit fast 20 Jahren Kinderarzt. Leben retten war viele Jahre sein Leitmotiv. Seit er als Leiter mit seinen Kolleginnen vom Kinder Palliativ Team Mittelhessen arbeitet, dreht sich alles um die Frage: Was ist zu tun, wenn es keine Heilung mehr gibt? Und wie ist es zu tun? Am "3. Tag der Palliativ- und Hospizversorgung für Kinder und Jugendliche in Mittelhessen" hat er jüngst rund 100 Gästen im Hermann-Levi-Saal des Gießener Rathauses die Selbstverpflichtung "Charta für Sterbende" vorgestellt. Die Gäste waren gekommen, um die Satzung zu unterzeichnen, genauso wie zuvor Schirmherr und Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, Landrätin Anita Schneider und Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz. Ziel ist dabei, einen offenen Umgang mit würdevollem Sterben zu erreichen.

Dr. Holger Hauch ist seit fast 20 Jahren Kinderarzt. Leben retten war viele Jahre sein Leitmotiv. Seit er als Leiter mit seinen Kolleginnen vom Kinder Palliativ Team Mittelhessen arbeitet, dreht sich alles um die Frage: Was ist zu tun, wenn es keine Heilung mehr gibt? Und wie ist es zu tun? Am "3. Tag der Palliativ- und Hospizversorgung für Kinder und Jugendliche in Mittelhessen" hat er jüngst rund 100 Gästen im Hermann-Levi-Saal des Gießener Rathauses die Selbstverpflichtung "Charta für Sterbende" vorgestellt. Die Gäste waren gekommen, um die Satzung zu unterzeichnen, genauso wie zuvor Schirmherr und Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, Landrätin Anita Schneider und Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz. Ziel ist dabei, einen offenen Umgang mit würdevollem Sterben zu erreichen.

"Wir versuchen, dieses Thema zu enttabuisieren", sagte Holger Hauch in seinem Vortrag, in dem er die fünf Punkte der Charta erläuterte. Diese ist vor acht Jahren von 200 Fachleuten aus 50 gesellschaftlich und gesundheitspolitisch bedeutenden Einrichtungen erarbeitet worden. Formuliert wird darin nicht nur der Ist-Zustand in der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen, sondern genauso die Aufgaben, Ziele und Bedürfnisse. "Die Charta liefert den Rahmen, kranken Menschen würdevoll zu begegnen."

Trägerorganisationen der "Charta für Sterbende" ist die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Deutsche Hospiz- und Palliativ-Verband und die Bundesärztekammer. Finanziell gefördert wird sie von der Robert-Bosch-Stiftung, der Deutschen Krebshilfe und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. "Bisher haben bereits über 22 500 Unterschriften die Charta unterzeichnet", berichtete der Mediziner, davon mehr als 1700 Institutionen und entsprechend Einzelpersonen. Als Höhepunkt der Veranstaltung übergeben die Gäste die ausgefüllten Unterzeichnungen.

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