Bessere Versorgung

Bündnis gegen Depression gegründet

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Die gute Nachricht ist: Depressionen sind sehr zwar belastend, aber meist gut behandelbar. Die Schlechte: Sie werden häufig erst sehr spät therapiert. Manchmal zu spät. Um Betroffene in Stadt und Landkreis zu unterstützen, wurde soeben das "Bündnis gegen Depression in Gießen" gegründet. Die offizielle Auftaktveranstaltung ist für den 3. April geplant.

Die gute Nachricht ist: Depressionen sind sehr zwar belastend, aber meist gut behandelbar. Die Schlechte: Sie werden häufig erst sehr spät therapiert. Manchmal zu spät. Um Betroffene in Stadt und Landkreis zu unterstützen, wurde soeben das "Bündnis gegen Depression in Gießen" gegründet. Die offizielle Auftaktveranstaltung ist für den 3. April geplant.

Der Verein ist breit aufgestellt und derzeit dabei, möglichst viele weitere Beteiligte ins Boot zu holen. Zu den Initiatoren gehören unter anderem Prof... Michael Franz, Ärztlicher Direktor am Vitos Klinikum Gießen-Marburg, der auch den Vorsitz übernommen hat, Prof. Christina Schwenck und Prof. Rudolf Stark (beide Fachbereich Psychologie der Justus-Liebig-Universität) und Dr. Bernd Hanewald (Leitender Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Uniklinikums Gießen). Darüber hinaus wirken Vertreter der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen, Vertreter aus dem Bereich Psychosomatik sowie niedergelassene Therapeuten und Einrichtungen der Gemeindepsychiatrie mit. Die Schirmherrschaft haben die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Landrätin Anita Schneider sowie Comedian Henni Nachtsheim (Badesalz) übernommen.

Auftaktveranstaltung am 3. April

"Es gibt mehrere Gründe, warum Betroffene erst so spät in die Behandlung kommen", so Franz. "Manche erkennen lange nicht, dass sie krank sind. Andere haben Angst, stigmatisiert zu werden, wenn sie Hilfe bei einem Psychologen oder in einer Klinik suchen." Wichtig zu wissen: Betroffene sind keineswegs Ausnahmefälle. Im Schnitt erkrankt in Deutschland jede vierte Frau und jeder achte Mann im Laufe seines Lebens an einer Depression.

Ziel des Bündnisses ist eine bessere Unterstützung und Versorgung der Erkrankten. Deshalb planen die Initiatoren unter anderem Aufklärungskampagnen und Schulungen für Ärzte, Therapeuten, Betroffene und Angehörige. Doch zunächst will das Bündnis in der Öffentlichkeit bekannt werden und wünscht sich weitere Helfer und Multiplikatoren. Deshalb ist für Mittwoch, 3. April, um 18.30 Uhr in der Kongresshalle eine öffentliche Auftaktveranstaltung geplant. Dabei wird es viele Informationen über die Erkrankung und die Arbeit des Bündnisses sowie ein Comedyprogramm geben. Alle Interessierten sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und auch dem Verein beizutreten. Die Mitgliedschaft ist beitragsfrei, die Aufklärungsarbeit soll mit Hilfe von Spendengeldern finanziert werden.

Kontakt: Bündnis gegen Depression in Gießen, Prof. Michael Franz (c/o Vitos Klinikum Gießen-Marburg), Licher Straße 106, 35 394 Gießen, Telefon: 06 41/403-229, info@buendnis-depression-giessen.de, www.buendnis-depression-giessen.de (im Aufbau).

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