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Bei einem Schlaganfall ist schnelle Hilfe wichtig.

Von Brustkrebs bis Schlaganfall

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Gießen (pm). Im Fokus der Seniorenvorlesungen im Wintersemester stehen erneut Krankheitsursachen und Behandlungsmöglichkeiten, vor allem aber auch die Prävention. Veranstalter sind der Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität und das Uniklinikum, die Organisation hat Prof. Bettina Kemkes-Matthes. Die Vorträge finden in lockerer Reihenfolge statt - jeweils dienstags um 17 Uhr im Großen Hörsaal des Instituts für Anatomie und Zellbiologie, Aulweg 123.

Am 22. Oktober beginnt Prof. Ivo Meinhold-Heerlein, Leiter der Gießener Frauenklinik, die Vortragsreihe mit dem Thema "Brustkrebs betrifft nicht nur Frauen". Er wird über die mit Abstand häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen informieren und ausführen, dass diese Tumorart durchaus auch das männliche Geschlecht betreffen kann, dort aber weit weniger bekannt ist.

Am 29. Oktober spricht Dr. Stephan Ernst aus der Gießener HNO-Klinik zum Thema "Hören und die Probleme einer Cocktailparty". Das hört sich zunächst lustig an - die Probleme Schwerhöriger in bestimmten Situationen sind aber auch mit modernen Hörgeräten nicht leicht in den Griff zu bekommen und können für die Betroffenen eine große Belastung darstellen. Die neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet dürften für viele hochinteressant sein.

Sieben Veranstaltungen

Am 19. November geht es um die dritthäufigste Todesursache in Deutschland, den Schlaganfall - es spricht Dr. Florian Roessler aus der neurologischen Klinik. Er wird in seinem Vortrag "Schlaganfall? - Was nun?" darlegen, dass für den Erfolg der Schlaganfallbehandlung die frühzeitige Erkennung eine entscheidende Rolle spielt. Roessler stellt die Symptome eines Schlaganfalls dar, erläutert den Ablauf der Akuttherapie, gibt Auskunft über die anschließende Sekundärprophylaxe und gibt Tipps zur Prävention.

Am 26. November wird ein besonders beliebtes Thema angesprochen - das Essen. Dr. Annette Hauenschild vom Gießener Adipositaszentrum referiert. Es geht jedoch nicht um Über-, sondern um Unterernährung. Rund ein Drittel der Senioren sind davon bedroht oder sogar betroffen und die Unterversorgung mit Nährstoffen kann besonders im Alter schwerwiegend sein. Bereits bei leichter Mangelernährung kann es zu vielfältigen Symptomen kommen, die Lebensenergie und Lebensfreude einschränken, erläutert die Referentin in ihrem Vortrag "Mangelernährung - ein Problem in Deutschland?"

Am 17. Dezember setzt Dr. Pascal Bauer, Leiter der Angiologie, die Reihe fort mit dem Vortrag "Ärger mit den Krampfadern - muss das sein?" Krampfadern - nur ein kosmetisches Problem oder doch eine Erkrankung? Bauer wird dazu Stellung nehmen und zu neuesten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten informieren.

Am 28. Januar heißt es dann "Blut tut gut!" Prof. Ulrich Sachs, Transfusionsmediziner und Hämostaseologe, wird zeigen, dass Bluttransfusionen weit weniger gefährlich sind als allgemein geglaubt und dass gerade im Alter der allzu sparsame Umgang mit Bluttransfusionen auch gefährlich sein kann.

Am 11. Februar geht es zum Abschluss um ein sehr ernstes Thema: "Kindesmisshandlung". Prof. Reinhard Dettmeyer, Leiter des Rechtsmedizinischen Institutes, wird ausführen, dass häusliche Gewalt Kinder bereits ab dem Säuglingsalter betrifft. Er wird darlegen, wie schwierig es sowohl für das Umfeld Betroffener, als auch für die Rechtsmedizin ist, zu unterscheiden, ob Verletzungen durch Unfälle entstanden sind oder ob doch ein Fall von Misshandlung vorliegt.

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