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Bronzene Forscher am »Darwin-Pfad«

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Gießen (pm/fd). Es war die Idee von Volker Wissemann, Professor für Botanik an der Justus-Liebig-Universität, die Evolution auf einem eigens angelegten Pfad innerhalb des Botanischen Gartens darzustellen. Der Pfad soll den Namen einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler tragen, der wesentliche Beiträge zur Evolutionstheorie geleistet hat: Charles Robert Darwin (1809-1882).

Namhafte Forscher haben diese Evolutionstheorie mitverfolgt. Insgesamt fünf von ihnen geben nun dem »Darwin-Pfad« durch ihre in Bronze modellierten Skulpturen einen Rahmen. Den Gesamtwert der Skulpturen inklusive Künstlerhonorar und Eigenleistungen beziffert der Rotary-Club auf 25 000 Euro.

Neben Darwin machen Albrecht von Haller, Ernst Heinrich Philipp August Haeckel, August Christoph Carl Vogt - der 1817 in Gießen geboren wurde - und Carl von Linné auf die Evolutionstheorie aufmerksam.

Der »Rotary Club Gießen Altes Schloss«, dem auch Prof. Wissemann angehört, widmet sich seit jeher dem Botanischen Garten als Kleinod inmitten der Stadt. Er engagierte sich in der Vergangenheit schon für den Konzertplatz und die kleinen Bühne sowie für zahlreiche weitere Projekte.

Um diese Förderung fortzusetzen, wurde die Idee Volker Wissemanns begeistert aufgegriffen. Die Berliner Künstlerin Bärbel Dieckmann erhielt den Auftrag, die ausgesuchten Konterfeis zu modellieren. Der Rotarier Christian Rinn stiftete und setzte die Granit-Stelen, wie man sie von den »Gießener Köpfen« kennt. Steinmetz Hans-Ulrich Erhardt installierte die Skulpturen im Beisein der Künstlerin. Koordiniert wurde das Projekt von Architekt Birger Rohrbach. Felix-Henningsen dankte dem Leiter des Oberhessischen Museums, Dr. Friedhelm Häring, für seine Beratung bei der künstlerischen Ausrichtung der Skulpturen.

»Als ich den Auftrag für die fünf Evolutionsforscher bekam, freute ich mich sehr auf diese Männer. Denn wilde Haare und Bärte konnte ich mit großer Freiheit in meine eigenen Formen bringen. So kann ich den Eindruck, den die Persönlichkeit des Portraitierten machen soll, verstärken und die Form so abstrakt ausformulieren, wie ich es möchte«, sagte Bärbel Dieckmann über ihre Arbeit an den Forscherköpfen. Die Künstlerin wurde 1961 in Bielefeld geboren. Sie studierte »Visuelle Kommunikation« an der Fachhochschule Bielefeld und war Lehrerin an der Meisterschule für Steinmetze und Steinbildhauer. Seit 1994 lebt und arbeitet sie in Berlin. Zwei ihrer Werke stehen bereits in der Plockstraße. Außerdem ist ihre Ausstellung mit dem Titel »Rückkehr des Minotaurus« vom 25. November bis 30. Januar im Oberhessischen Museum zu sehen.

Rotary-Präsident Prof. Peter Felix-Henningsen freute sich über den von seinem Club geleisteten Beitrag zum Darwin-Pfad, der zu einem späteren Zeitpunk nach seiner Gesamt-Fertigstellung eingeweiht werden und ein sichtbarer Beitrag für Forschung und Lehre sein soll. Außerdem soll er für die Qualität der Universitätsstadt Gießen stehen.

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