Brandbrief aus dem »Eishaus«

  • Karola Schepp
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Gießen (pm). Monika Heine und Hartmund Schütt vom Hotel und Restaurant »Eishaus« haben sich in einem offenen Brief an Ministerpräsident Volker Bouffier und Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. Das Covid-19-Jahr 2020 hätten sie in ihrem Pachtbetrieb an der Lahn mit zehn Mitarbeitern dank staatlicher Hilfe, den Berufsreisenden im mittleren Segment, einem guten Sommergeschäft und ihres Teams zufriedenstellend überstanden, obwohl sie bis heute die volle Pacht zahlen müssten.

Das Jahr 2021 entwickele sich für sie nun aber zur wirtschaftlichen Ka-tastrophe. »Wir verlieren gute Mitarbeiter an andere Branchen. Wir erkennen keine Öffnungsperspektive und verstehen es nicht als Licht am Ende des Tunnels, wenn die Außengastronomie am 22. März 2021 öffnen darf.« Die fehlende Perspektive für die Übernachtung Privatreisender trotz Hygienekonzept und angeschaffter Raumluftfilter sei unverständlich. »Akzeptable Gastronomie braucht Vorlauf.«

Für alle sei die Pandemie eine Naturkatastrophe nie gekannten Ausmaßes. »Da passieren Fehler, eine Vergangenheitsbetrachtung hilft jetzt nicht weiter.« Jetzt müsse es jedoch mit aller Macht mit Impfungen und Testen nach vorne gehen. Das »Eishaus« blicke unternehmerisch nach vorne. Die Personalsuche starte und die Außengastronomie an der Lahn solle mit einer Investition von 25 000 Euro wetterfester gestaltet werden, »da wir davon ausgehen, dass Außengastronomie in naher Zukunft bedeutsam bleibt.«

Der Appell an Ministerpräsident und Bundeskanzlerin: »Bitte helfen Sie den gebeutelten Branchen durch eine tragfähige Perspektive. Wenn wir im Sommer nicht zu normalem Geschäft kommen, gibt es uns (und ganz sicher nicht nur uns) nicht mehr.«

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