Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz (vorne) übergab an Heiligabend Geschenke ans Team des Uniklinikums. FOTO: IGE
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Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz (vorne) übergab an Heiligabend Geschenke ans Team des Uniklinikums. FOTO: IGE

Blühendes Dankeschön

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Gießen(ige). Allein im Gießener Universitätsklinikum (UKGM) arbeiteten an Heiligabend mehr als 800 Beschäftigte. Ärzte, Pflege, Hauswirtschaft und Reinigung sind auch an einem so hohen christlichen Feiertag "systemrelevant", um die vielen Patienten zu versorgen. Um zu zeigen, dass "die Gesellschaft auf ihrer Seite" ist und "wertschätzt, was sie tun", stand Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz am Vormittag des 24. an der Pforte des UKGM-Gebäudes. "Ich bin sehr gerne hierhergekommen, um Ihnen allen ein herzliches Dankeschön zu sagen für das, was Sie für uns leisten", sagte sie gewandt an alle, die sich um die vielen kranken und verletzten Menschen aus Stadt, Landkreis und Region kümmern - "aber auch generell für Ihren Einsatz in dieser schwierigen Pandemie-Lage."

Der ärztliche Geschäftsführer Prof. Werner Seeger, Pflegedirektor Lothar Zörb, Pflegedienstleiterin Petra Menz sowie Eleftherim Arre, Julia Ullrich, Christine Hofmann und Marco Weber von den Corona-Normalstationen nahmen in Vertretung des gesamten diensthabenden Personals die Dankesworte der Oberbürgermeisterin entgegen. Mitgebracht hatte sie je fünf Dutzend Weihnachtssterne und Christstollen für die Stationskräfte. "Ohne ihren großartigen Einsatz unter Gefährdung der eigenen Gesundheit würde die Klinik nicht funktionieren", lobte die OB.

Prof. Seeger bedankte sich für diese Anerkennung. "Wir bemühen uns, mit aller Kraft durchzuhalten. Dabei müssen wir mit großer Anstrengung unser eigenes Gleichgewicht versuchen zu behalten. Gelassenheit und letztendlich auch Humor gehören dazu." Seeger erzählte, dass die Impfaktion am UKGM am 26./27. starten würde. Jedoch reichten die mehr als 1000 Impfdosen in der ersten Impfrunde noch nicht für alle. "Wir müssen schauen, wie wir weiter beliefert werden."

45 Covid-Patienten auf Intensivstation

Im Schnitt würden in den letzten Tagen an die 120 "krankenhauspflichtige Covid-Patienten" versorgt, mehr als 40 davon "auf Intensiv". Es gebe keine zehn Kliniken in ganz Deutschland, die so viele Covid-Patienten betreuten - "unter Eingehung des persönlichen Risikos, vermummt, schwitzend mit anstrengender körperlicher Arbeit." Pflegedirektor Zörb lobte: "Ich finde es toll, dass auch viele Firmen sich uns gegenüber so spendenwillig zeigen." Er dankte außer dem Pflegepersonal auch den Beschäftigten in Küche und Reinigung. "Alle ziehen an einem Strang."

Laut einer Mitteilung des UKGM wurden am Sonntagmorgen am Standort Gießen insgesamt 108 Patienten mit Covid-19 behandelt, davon 45 auf den Intensivstationen und 63 auf mehreren Normalstationen.

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