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Die Gymnastikhalle an der Nordanlage soll möglicherweise einer größeren Halle weichen. FOTO: SCHEPP

Es bleibt eng im Gießener Schulsport

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In Gießen müssen etliche Sporthallen aus den 1970er- und 80er-Jahren repariert werden. An der Grundschule West wurde PCB bestätigt, hieß es im Sozialausschuss.

Gießen(kw). Die Schulgymnastikhalle an der Nordanlage wird möglicherweise abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt. Diese Überlegungen ergäben sich aus dem starken Sanierungsbedarf, sagte Stadträtin Astrid Eibelshäuser (SPD) im Sozialausschuss. Auch nachdem für die gesperrte Doppelturnhalle an der Liebigschule Ausweichmöglichkeiten gefunden wurden, bleibe es eng im Schulsport. Etliche Hallen aus den 1970er- und 80er-Jahren müssen repariert werden.

Eibelshäuser erläuterte auf FDP-Anfrage detailliert, warum sich eine Sanierung der 1963 als Architektur-Meisterwerk bestaunten Doppelturnhalle wahrscheinlich nicht mehr lohne. Derzeit fahren Liebigschüler zum Sportunterricht mit dem Bus durch die Stadt. Laut Planungen könnte der Neubau 2023 zur Verfügung stehen. Bis dahin sollen - wie berichtet - die Badminton-Halle im Fitnessstudio Sports Point angemietet und der Platz des MTV 1846 am Heegstrauchweg genutzt werden. Dort soll auch eine Interimshalle entstehen.

"Darüber hinaus besteht weiterer Handlungsbedarf", betonte Eibelshäuser. So bräuchten die Schulen an der Nordanlage - namentlich die Wirtschaftsschule am Oswaldsgarten, die Max-Weber- und die Ricarda-Huch-Schule - mehr Sportflächen. Deshalb denke man darüber nach, die Gymnastikhalle durch eine "einfache Schulsporthalle" mit zwei bis drei Feldern zu ersetzen.

Die Schuldezernentin gab zudem bekannt, dass das Hallendach der Grundschule West mit PCB (Polychlorierte Biphenyle) belastet ist. Das hätten Messungen im Jahr 2013 ergeben. Die Werte seien nicht besorgniserregend, es habe keinen akuten Handlungsbedarf gegeben. Die Sanierung ist für dieses Jahr geplant.

Ende des Jahres soll das Dach der Halle an der Theodor-Litt-Schule instandgesetzt werden.

Nichts geht ohne Förderprogramme

Weitere grundlegende Renovierungen oder Erweiterungen seien nötig an der Ludwig-Uhland-Schule, der Ostschule, der Herderschule und am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium.

Die Realisierung sämtlicher Projekte sei "wesentlich abhängig von Förder- und Investitionsprogrammen", betonte Eibelshäuser. Bei jeder Baustelle müssten Ausweichflächen für Unterricht und Vereinstraining gefunden werden.

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