Bismarckturm-Retter feiert 80. Geburtstag

  • schließen

Er ist ein waschechter Gießener, hat berühmte Vorfahren und wie fast kein anderer Spuren in der Weststadt hinterlassen. An diesem Dienstag feiert der Stadtälteste Dr. Bernhard Höpfner seinen 80. Geburtstag.

Er ist ein waschechter Gießener, hat berühmte Vorfahren und wie fast kein anderer Spuren in der Weststadt hinterlassen. An diesem Dienstag feiert der Stadtälteste Dr. Bernhard Höpfner seinen 80. Geburtstag.

Er stammt aus einer der ältesten Gießener Familien, die weit über 400 Jahre in der Stadt beheimatet ist. Der Gelehrte und Goethe-Freund Prof. Ludwig Julius Friedrich Höpfner ist einer der Vorfahren. Diese Herkunft war für den Jubilar auch die Motivation, sich schon in jungen Jahren für die Belange seiner Geburtsstadt einzusetzen. Dabei lagen Höpfner die Verbesserung des Wohnumfeldes und das Ansehens der Weststadt besonders am Herzen.

20 Jahre lang, von 1991 bis 2011, gehörte er als ehrenamtlicher CDU-Stadtrat dem Magistrat an. Schon seit den frühen 60ern engagierte er sich für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes in der Weststadt. Und er setzte sich dafür ein, dass das Lahnufer Grundstück für Grundstück für die Öffentlichkeit zugänglich wird. Der frühere Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes West war auch einer der Initiatoren des Jugendtreffs in der Weststadt.

In einer Reihe städtischer Gremien hat sich Höpfner eingebracht. Zum Beispiel setzte er sich im Straßenbenennungbeirat dafür ein, dass dem Begründer der Hämodialyse – dem Gießener Professor Georg Haas – eine Straße gewidmet wurde. Höpfner ist klinischer Biochemiker und stolz darauf, dass er dazu beigetragen habe, dass das Blut aller Neugeborenen auf einen angeborenen Hormonfehler (Kongenitale Hypothyreose) untersucht wird. Die Behandlung verhindere schwere geistige Schäden.

In den letzten gut zehn Jahren sorgte der Jubilar als Retter des einsturzgefährdeten Bismarckturms für positive Schlagzeilen. Der von ihm gegründete Förderverein betreut den sanierten Aussichtsturm auf der Hardt, der seit 2014 wieder begangen werden kann.

Als ehrenamtlicher Stadtrat genoss er Ansehen über die Parteigrenzen hinweg. Polemik war ihm fremd.

Seinen Ehrentag verbringt der Jubilar bei der Familie seines Sohnes in Süddeutschland, um mit seinem Enkel Maximilian – der ebenfalls am 16. Januar Geburtstag hat – gemeinsam feiern zu können. (Foto: mö)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare