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Bewohner warten auf Impfung

  • Christoph Hoffmann
    VonChristoph Hoffmann
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Gießen (chh). Rund 2000 Menschen sind in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Gießen untergebracht - 206 haben sich mit Corona infiziert. Mit dem Bau von zwei Hallen zur Separierung der Menschen sowie verstärkten Sicherheitsvorkehrungen soll der Ausbreitung des Coronavirus entgegengewirkt werden. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wann die Menschen dort, die als Bewohner einer Einrichtung für Flüchtlinge zur zweiten Priorisierungsgruppe gehören, geimpft werden.

»Eine Reihe von Mitarbeitenden wurde bereits geimpft, weitere warten auf Termine«, teilt Landkreis-Pressesprecher Dirk Wingender auf Anfrage mit und fügt an, dass auch die rund 2000 Bewohner geimpft werden sollen. »Hierfür war vom Land Hessen zunächst der Impfstoff von Johnson & Johnson vorgesehen, der aber derzeit nicht genutzt werden kann.« Die Wahl dieses Impfstoffs ist naheliegend, schließlich reicht bei Johnson & Johnson eine Dosis aus. Viele Geflüchtete verbleiben nicht lange in der Erstaufnahmeeinrichtung. Eine alternative Vorgehensweise konnte Wingender nicht nennen, man warte diesbezüglich auf eine Regelung des Landes.

Ein Pressesprecher des Innenministeriums teilt diesbezüglich mit, dass die Geflüchteten bis Ende Mai ihre Erstimpfung erhalten sollen. Dabei sollen alle zur Verfügung stehenden Impfstoffe zur Anwendung kommen.

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