Beweglichkeit erhalten

"Das Parkinson-Syndrom, auch bekannt als Schüttellähmung, kennt unterschiedliche Erscheinungsformen", erläuterte Privatdozentin Dr. Iris Reuter, Oberärztin an der Neurologischen Klinik der Uni-Klinik Gießen im letzten Vortrag des Seniorenprogramms "Medizin Aktuell". "Moderne Therapie des Parkinson-Syndroms" war das Thema der Neurologin, die auf die häufigste Form der Erkrankung, das idiopathische Parkinson (IPS), einging. Betroffen von der Nervenkrankheit sind 0,1 bis 0,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Krankheit tritt mit zunehmendem Alter vermehrt auf. Parkinson-Patienten haben meist eine gebeugte Haltung, ein maskenhaftes Gesicht oder einen schlurfenden Gang. Beim Gehen schwingen die Arme nicht mit. Die Hände zittern. Auch die Denkfähigkeit ist verlangsamt. Manchmal wird die Handschrift kleiner. Sie sprechen leise und monoton.

Von SUE

"Das Parkinson-Syndrom, auch bekannt als Schüttellähmung, kennt unterschiedliche Erscheinungsformen", erläuterte Privatdozentin Dr. Iris Reuter, Oberärztin an der Neurologischen Klinik der Uni-Klinik Gießen im letzten Vortrag des Seniorenprogramms "Medizin Aktuell". "Moderne Therapie des Parkinson-Syndroms" war das Thema der Neurologin, die auf die häufigste Form der Erkrankung, das idiopathische Parkinson (IPS), einging. Betroffen von der Nervenkrankheit sind 0,1 bis 0,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Krankheit tritt mit zunehmendem Alter vermehrt auf. Parkinson-Patienten haben meist eine gebeugte Haltung, ein maskenhaftes Gesicht oder einen schlurfenden Gang. Beim Gehen schwingen die Arme nicht mit. Die Hände zittern. Auch die Denkfähigkeit ist verlangsamt. Manchmal wird die Handschrift kleiner. Sie sprechen leise und monoton.

Was löst die Krankheit aus? Der Botenstoff Dopamin steuert im Hirn Abläufe im Bewegungsapparat und Denkprozesse. Bei Parkinson-Kranken gehen Nervenzellen unter, die Dopamin produzieren. Folge ist ein Mangel an Dopamin. Allerdings ist nicht nur der Botenstoff betroffen, sondern zum Beispiel auch Serotonin, Noradrenalin und Glutamat. Was genau die Krankheit auslöst, ist noch nicht erforscht. "Es gibt daher bislang keine Therapie, die die Ursachen behebt", so Reuter. Die Diagnose erfolgt vorwiegend durch eine neurologische Untersuchung. Sie kann unterstützt werden durch ein MRT des Gehirns, eine spezielle Ultraschalluntersuchung und eine Untersuchung der Dopaminbindung im Gehirn. Diese gibt indirekt über die Dopaminverarmung des Gehirns Auskunft.

Da eine Verminderung des Riechens und Schlafstörungen oft bereits vor den ersten klassischen Symptomen der Erkrankung auftreten, werden die Patienten bei der Diagnosestellung danach gefragt. Zusätzlich zu Riech- und Schlafstörungen können Depressionen und Verstopfung Frühzeichen einer Parkinson-Erkrankung sein. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung scheint den Langzeitverlauf günstig zu beeinflussen. Zur Linderung der Symptome werden in erster Linie Medikamente eingesetzt.

Sie erhöhen das Dopamin-Angebot im Gehirn, ersetzen den fehlenden Botenstoff, ahmen ihn nach oder verlangsamen seinen Abbau. Im Verlauf der Erkrankung wird die Kombination verschiedener Medikamente notwendig, da nach der Dopaminproduktion auch die Speichermöglichkeit im Gehirn nachlässt, sagte die Referentin.

Wichtig ist nicht nur das Finden eines passenden Medikaments und dessen optimale Dosierung sondern auch die Art der Verabreichung. Neben den Tabletten gibt es Pumpen und Injektionspens, über die Medikamente verabreicht werden. Alternativ zu Medikamenten kann das Hirn über Elektroden in seiner Aktivität beeinflusst und die Beweglichkeit verbessert werden. Grundsätzlich sei körperliche Bewegung und sportliche Aktivität hilfreich, erklärte Reuter. (Foto: sue)

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