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Anfänger wie Profis können hier ihr Können zeigen.

Besondere Herausforderung Jumpline

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Gießen (pm). Nach unzähligen Tagen Schweiß treibender Arbeit wurde jetzt die legale Mountainbike-Strecke auf dem Schiffenberg wiedereröffnet. Sie wurde stark verändert und erhielt eine besondere Jumpline.

Die Fach- und Streckenwarte Alex Luh und Jake Searle von der RSG Gießen und Wieseck standen nach dem Winter vor einer großen Herausforderung. Wo seit dem Jahr 2013 viele Mountainbiker der Region auf legalen Strecken anspruchsvolle Sprünge und künstlich angelegte Hindernisse überfahren durften, fand sich im Februar ein Feld der Verwüstung vor. Nach umfassenden Forstarbeiten, die in größeren Jahresabständen nicht nur am Schiffenberg notwendig sind, waren die drei Streckenabschnitte unbefahrbar geworden. Die üblichen Vorbereitungen und Ausbesserungen zur Saisoneröffnung schienen durch lose Handarbeit aussichtslos und nur mit Maschinen zu meistern. Torsten Günther, der Vorsitzende der Radsportgemeinschaft Gießen und Wieseck, Tobias Erben, der Leiter des Sportamtes und Ernst-Ludwig Kriep, Leiter des Forstbetriebs der Stadt Gießen, saßen zusammen, bilanzierten die Erfahrungen und kamen zu dem Entschluss, die Strecke wieder aufbauen zu wollen. Ein Bagger samt Fahrer von den Mittelhessischen Wasserbetrieben unterstützte den Wiederaufbau.

Mit Christian Lengwenat, der sich im letzten September erstmalig am Schiffenberg zeigte, fand sich im richtigen Moment ein talentierter Streckenbauer und neues Vereinsmitglied. Der ehemalige BMX-Profi trainierte und wohnte am Olympiastützpunkt Stuttgart, ehe er in den Downhill- und Freeridebereich wechselte. Er ist weltweit auf vielen Strecken in unterschiedlichsten Bikeparks unterwegs gewesen. Seine Erfahrung und Energie verhalf der Freeride-Abteilung der RSG Gießen und Wieseck zu einer neuen spannenden Strecke am Schiffenberg.

Aus vorwiegend natürlichen Materialien wurden alte Streckenabschnitte wieder hergestellt, Elemente versetzt und neue Passagen integriert, die der Strecke insgesamt eine neue Qualität verschaffen. Wegweiser in Blau (leicht), Rot (mittel) und Schwarz (schwer) stellen Anfänger, Fortgeschrittene und Profis vor die Wahl. Neu hinzugekommen ist eine sogenannte Jumpline als maximale fahrerische Herausforderung. Auf dem in Fahrerkreisen als "Chris-Line" bezeichneten Abschnitt, der zu bestimmten Zeiten separat geöffnet wird, zeigt Streckenbauer Christian Lengwenat sein Können und vermittelt der mittelhessischen Szene hilfreiche Tipps. Zur Neueröffnung der Strecke kam eine große Gruppe Mountainbiker unterschiedlicher Alters- und Leistungsklassen auf den Schiffenberg, um mit vier Stunden freiem Fahren den Wiederaufbau der Strecke zu feiern.

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