Bergrun Richter ist 95

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Gießen (bf). Nur einen Tag nach dem Weltfrauentag feierte Bergrun Richter ihren 95. Geburtstag. Das Datum passt, da sie sich seit vielen Jahren für Frieden, Freiheit und die Emanzipationsbewegung einsetzt. Die 1923 als Bergrun Luckow geborene Jubilarin studierte Germanistik und Philosophie in Berlin. Sie wurde Lehrerin und lebte 16 Jahre in der Hauptstadt. Die Eltern hatten Mühe, die Jubilarin und ihre zwei Geschwister in der Zeit des Naziregimes durchzubringen. Richter war leidenschaftliche Lehrerin. Sie unterrichtete in einer Zeit, in der viele Kinder ihre Eltern verloren hatten und übernahm oft nicht nur die schulische Erziehung. Zu vier ihrer damaligen Schüler hat sie noch heute Kontakt.

Gießen (bf). Nur einen Tag nach dem Weltfrauentag feierte Bergrun Richter ihren 95. Geburtstag. Das Datum passt, da sie sich seit vielen Jahren für Frieden, Freiheit und die Emanzipationsbewegung einsetzt. Die 1923 als Bergrun Luckow geborene Jubilarin studierte Germanistik und Philosophie in Berlin. Sie wurde Lehrerin und lebte 16 Jahre in der Hauptstadt. Die Eltern hatten Mühe, die Jubilarin und ihre zwei Geschwister in der Zeit des Naziregimes durchzubringen. Richter war leidenschaftliche Lehrerin. Sie unterrichtete in einer Zeit, in der viele Kinder ihre Eltern verloren hatten und übernahm oft nicht nur die schulische Erziehung. Zu vier ihrer damaligen Schüler hat sie noch heute Kontakt.

1946 lernte sie Horst-Eberhard Richter kennen. Ein Jahr später heiratete sie den Psychoanalytiker und späteren Ehrenbürger der Stadt Gießen. Das Ehepaar war 64 Jahre verheiratet, bis zum Tod des bekannten Psychosomatikers 2011. Aus der Ehe gingen ein Sohn und eine Tochter hervor. 1963 zogen sie gemeinsam nach Gießen, wo Horst-Eberhard Richter eine Professur annahm. Bergrun Richter engagierte sich seit Anfang der 80er Jahre in der Friedensbewegung, unter anderem bei den "Frauen für den Frieden". Die Wahl-Gießenerin unterstützte während der Jugoslawien-Kriege ein Flüchtlingslager im kroatischen Varazdin. Dort erreichte sie 2002, dass das Lager aufgelöst wurde und die Flüchtlinge Wohnungen bekamen. Für ihr vielseitiges Engagement erhielt sie vor elf Jahren das Bundesverdienstkreuz. Richter ist noch immer politisch interessiert, schaut jeden Tag Nachrichten. Sie geht gerne spazieren. Regelmäßig besucht sie Veranstaltungen im Psychoanalytischen Institut. Sie hat sechs Enkel und drei Urenkel. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz gratulierte für den Magistrat. (Foto: Schepp)

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