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Die Französisch-Preisträgerinnen der Ricarda-Huch-Schule mit Autorin Jo Witek (Mitte) und Lehrerin Ute Hahn (r.). FOTO: NAL

Belohnung für ersten Preis

Gießen(nal). Zu der Lektüre "Une fille de..." von Jo Witek, der aktuellen Preisträgerin des "Prix des lycéens allemands", haben fünf Schülerinnen der 11. Klasse der Ricarda-Huch-Schule (RHS) einen Kurzfilm erstellt, diesen zum Wettbewerb des Institut français eingereicht und damit den ersten Preis gewonnen. Dieser beinhaltete den Besuch der Autorin an der RHS. Witek war in die Schulbibliothek gekommen, um die jungen Preisträgerinnen kennenzulernen und anschließend vor 50 Oberstufenschülern aus ihrem gekürten Werk zu lesen. Den Preis gewonnen hatten Helena Hendel, Tamara Hillgärtner, Antonia Osygus, Jana Schnorr und Jule Rühl, wobei beim Besuch der Autorin Schnorr und Rühl auf Klassenfahrt weilten und so zum Preisträgerinnengespräch via Facetime zugeschaltet wurden. Im Französischunterricht hatten die Schülerinnen im Rahmen einer individuellen Lektüre den im Klett Verlag erschienenen Roman von Witek kennengelernt. Dieser beschreibt die Lebensgeschichte eines Mädchens, das als Jugendliche zu rennen beginnt, um sich von den Fesseln seiner Kindheit zu befreien, eine Kindheit, die geprägt ist von Vorurteilen gegenüber ihr und ihrer ukrainischen Mutter, die als Prostituierte arbeitet, um sich und ihre Tochter über Wasser zu halten. "Sehr aussagekräftig sind die schwarz-weiß gehaltenen Bilder des Films, die die einsame Vergangenheit der Protagonistin demonstrieren und die erst bunt werden, als das Mädchen sein Schicksal mit dem Laufen in die Hand nimmt und damit das Schweigen bricht, um seine Herkunft zu verstehen und endlich wahrgenommen zu werden", betont Ute Hahn, die als Französischlehrerin die fünf Preisträgerinnen auf den Wettbewerb aufmerksam machte und das Projekt begleitete. Die Schülerinnen waren aufgefordert, ihren Film auf Instagram zu posten, der unter rund 40 Einsendungen die Jury in Berlin beeindruckte.

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