Bei Schadstoffuntersuchung kann es Zuschüsse geben

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Gießen (pm). Die Überdeckung von asbesthaltigen Welleternitdächern zur Sanierung der Dächer ist verboten. Das als Kontrollbehörde zuständige Regierungspräsidium berichtet immer wieder über Verstöße und deren Strafbarkeit, die für Firmen wie für den Privatmann gilt und mit teils hohen Strafen geahndet wird. Das Entfernen der alten Dacheindeckung und deren Ersatz durch asbestfreie Materialien ist dafür die einzig mögliche Alternative.

Modul im Gießener Gebäudepasss

»Hier setzt das Modul Gesundheit der Initiative Gießener Gebäudepasses an«, so Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich, »vor jeder Sanierung eines Altbaus sollte man erst mal die Schadstoffproblematik und den Sanierungsfahrplan klären«. Das unter dem »Energieberatungs-Netzwerk für Stadt und Landkreis Gießen« integrierte Modul wird mit 50 Prozent bis maximal 200 Euro bezuschusst. Es besteht die Möglichkeit einer generellen Schadstofferkundung, das Gebäude wird von einem Schadstoffexperten begangen und - wenn vorhanden - werden alte Unterlagen gesichtet um bauseits vorhandene schadstoffhaltige Bauteile auf ihre Gesundheitsgefährdung hin zu überprüfen. Im konkreten Verdachtsfall wird zudem eine Laboruntersuchung durchgeführt. Neben den ab einem bestimmten Alter eher schon bekannten asbesthaltigen Welldächern, gibt es auch asbesthaltige Spachtelmassen oder auch asbesthaltige Kleber unter alten Fußbodenbelägen. Damit kann bei unsachgemäßer Sanierung, gerade in Eigenleistung leicht eine gesundheitliche Gefährdung entstehen.

»Eine Untersuchung kann hier Klarheit verschaffen, wie man bei einer Sanierung sinnvollerweise vorgeht«, merkt die Umweltdezernentin an und verweist auf die Initiative des Gießener Gebäudepasses für Energieeinsparung und gesundes Wohnen, die man auf www.giessen.de/Energieberatungs-Netzwerk findet. Telefonische Rückfragen sind über das Umwelttelefon unter 06 41/3 06-21 13 möglich.

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