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Illegale Glücksspielautomaten in der Gaststätten-Küche

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Die Ordnungsbehörden kontrollierten vergangene Woche Gaststätten in der Gießener Innenstadt. Neben zahlreichen Verstößen trafen sie auch auf skurrile Aussagen.

Gießen - Illegale Spielautomaten, fehlende Konzessionen, Verstöße gegen das Arbeitsschutzgesetz - nur ein Teil der Probleme, auf die Angehörige des Polizeipräsidiums Mittelhessen, der Bereitschaftspolizei Lich, des Arbeitsschutzes beim Regierungspräsidium und des Ordnungsamts Gießen am Donnerstag (28. Juli) bei der Kontrolle von zwei Gaststätten in Gießen aufmerksam wurden.

In der ersten Gaststätte ergab sich der Verdacht des unerlaubten Glücksspiels, weshalb die Beamten eine entsprechende Anzeige fertigten und ein Sport-Wettterminal sicherstellten. Bei der Frage zum Küchenbetrieb äußerte sich der Inhaber ausweichend und gab an, dass die Küche verschlossen sei und er den Beamten nun keinen Zutritt ermöglichen könne.

Gaststätten-Kontrolle in Gießen: Illegale Glückspiele in der Küche

Großes Ermittlergeschick war zur Lösung des Problems jedoch nicht vonnöten: Durch das Ausprobieren mehrerer in der Gaststätte befindlicher Schlüssel öffneten die Kontrolleure ohne Schwierigkeiten die Tür. Zum Vorschein kam der mutmaßliche Grund des Vertuschungsversuchs: drei illegale, betriebsbereite Spielautomaten.

Ordnungsamt und Polizei
Eine Mitarbeiterin des Ordnungsamts betritt eine Gaststätte. (Symbolbild) © Frank Hammerschmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Getränke, Süßigkeiten und Aschenbecher rundeten das zum Verweilen einladende »Ambiente« ab. Auch diese Automaten stellten die Beamten sicher. Zudem fertigten die Ermittler mehrere Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen unterschiedlicher Verstöße. Der Inhaber muss außerdem mit einer kostenpflichtigen Auflagenverfügung rechnen.

Kontrolle einer Shisha-Bar: Mehr als nur „dicke Luft“ entdeckt

Bei der zweiten Kontrolle löste bereits bei Betreten der Kohlenmonoxid-Warner eines Polizisten aus, die Lokalität musste aufgrund kritischer Luftwerte zuerst gelüftet werden. Grund dürfte das Anzünden von Kohlen für Shishas in Verbindung mit der ausgeschalteten Lüftungsanlage gewesen sein. Das Personal gab an, die Lüftungsanlage richtig bedienen zu können.

Stattdessen hatte man den fragwürdigen Nutzen erkannt, mithilfe der Lüftung die Kohle der Shishas schneller anzuglühen. Anzeigen wegen Verstößen gegen den Arbeitsschutz waren die Folge. Zudem ergaben sich bezüglich der Tabakausgabe Hinweise auf eine Steuerhinterziehung, ein entsprechendes Verfahren leiteten die Beamten ein.

Auch in dieser Gaststätte führten mehrere andere Mängel noch zu Ordnungswidrigkeitsanzeigen. (pm)

Anfang dieses Jahres wurden bereits einmal Gaststätten in Gießen kontrolliert und dabei zahlreiche Verstöße festgestellt.

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