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Manfred Siebald bringt gleich sieben Gitarren zum Konzert mit. FOTO: PM

Ein begnadeter Liedermacher

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Gießen(pm). Seit nunmehr 50 Jahren singt Manfred Siebald seine Lieder auf großen und kleinen Bühnen, in Kirchen und Kongresshallen, aber auch in den Slums der Millionenstädte der Dritten Welt. Zu seinem Benefizkonzert in der Freien evangelischen Gemeinde kamen trotz Corona rund 400 Besucher. Sie erlebten einen erfrischend fröhlichen, aber auch nachdenklichen Sänger und Komponisten, der in seinem zweistündigen Programm diverse Kostbarkeiten aus seinem reichen Liederschatz zum Besten gab. Darunter waren witzige Lieder, bei denen die Hörer aufgefordert wurden, in Tomaten zu investieren, aber auch ernste Lieder und einige zum Mitsingen.

Bei der Liedbegleitung konnte der Künstler unter sieben (!) akustischen Gitarren auswählen, wobei auch eine Gitarre aus Südafrika dabei war, deren Resonanzkörper aus einem Blechkanister bestand. Als roter Faden durch das Konzert zog sich der Gedanke, was alles zu einem guten Fest gehört. Dazu passte sein Lied "Gott lädt uns ein zu seinem Fest".

Bei einigen Liedern merkte man am kräftigen Gesang des Publikums, dass sie schon lange bekannt sind und gerne und oft gesungen werden, wie zum Beispiel in dem Lied: "Es geht ohne Gott in die Dunkelheit, aber mit ihm gehen wir ins Licht. Sind wir ohne Gott, macht die Angst sich breit, aber mit ihm fürchten wir uns nicht." Andere waren eher persönliche Gebete, die jeder Zuhörer, wenn er wollte, im Stillen mitbeten konnte, wie das Lied "Jesus, zu Dir kann ich so kommen, wie ich bin". Auch eine Lesung aus einem seiner Bücher war dabei, wo verschiedene "gute Ratschläge" mit einem Augenzwinkern weitergegeben wurden.

Gegen Ende des Konzerts wurde die Beratungsstelle LebensRaum Gießen e.V. vorgestellt, für die am Ausgang Spenden gesammelt wurden. Mit dem letzten Lied "Geh unter der Gnade" sollten die begeisterten Zuhörer verabschiedet werden, aber sie erklatschten sich noch eine Zugabe, welche dann mit dem doppeldeutigen Lied "Ich bring euch nach Hause" gegeben wurde. Ein rundum gelungenes Konzert ging mit Dankesworten von Mitarbeiterinnen des LebensRaums zu Ende.

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