Am Kleinlindener Friedhof wird unter anderem eine Toilette gewünscht. FOTO: SCHEPP
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Am Kleinlindener Friedhof wird unter anderem eine Toilette gewünscht. FOTO: SCHEPP

Begehung am Friedhof

  • vonDagmar Hinterlang
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Gießen-Kleinlinden(hin). Vor allem Anträge der FDP beschäftigten den Ortsbeirat bei seiner Sitzung am Mittwochabend im Bürgerhaus. Das Gremium tagte im Großen Saal des Hauses, angrenzend an die stimmungsvoll beleuchtete Terrasse. Der Sitzung des Ortsbeirats war eine Begehung des Friedhofs vorausgegangen. Dabei ging es um die Errichtung einer neuen Toilette, um die Aufwertung der Gedenkstätte am Ehrenfriedhof und um einen besseren Sichtschutz für die Rasengräber, wie Ortsvorsteher Dr. Klaus Dieter Greilich (FDP) berichtete.

Bring- und Holzone bleibt strittig

Mit einem gegen die Stimmen der Grünen beschlossenen Änderungsantrag widmete sich die FDP der jüngst eingerichteten Bring- und Holzone für "Elterntaxis" an der Lützellindener Straße. Arne Sommerlad (FDP) betonte, dass die gegenwärtige Lösung nicht sinnvoll sei. Besser wäre ein "ordentlicher Drive-in" auf der Westseite der Großsporthalle, meinte Sommerlad. Der Ursprungsantrag von Bündnis 90/Die Grünen war zuvor abgelehnt worden. Christiane Janetzky-Klein hatte gefordert, den Verkehrsversuch zu beenden. Er sei verkehrspolitisch und ökologisch ein falsches Signal, sagte Janetzky-Klein.

Auch weitere Anträge der FDP beschäftigten sich mit Fragen der Verkehrssicherheit. Der Magistrat soll prüfen, ob der Durchgangsverkehr in Wetzlarer- und Frankfurter Straße verringert und ein Durchfahrtsverbot für Lkw erlassen werden kann. Auf dem Fußweg zwischen Gregor-Mendel-Straße und Frankfurter Straße kommt es offenbar zu gefährlichen Begegnungen zwischen Radfahrern und Fußgängern. Hier könnte eine rollstuhlgerechte Barriere für Sicherheit sorgen, erklärten die Antragsteller.

Die Treppe an der "Schinnerhohl" bedarf seit langem einer Sanierung. Hier sollte endlich gehandelt werden, forderte Arne Sommerlad. Diskussion entspann sich um die Radwegeführung am Kreisel zwischen Kleinlindener und Allendorfer Straße. Der Kreisel liegt allerdings auf Allendorfer Gebiet. Insofern ist eine Abstimmung mit dem dortigen Ortsbeirat nötig.

Stadträtin Astrid Eibelshäuser berichtete von 128 000 Euro, die in den vergangenen zwei Jahren in das Kleinlindener Schwimmbad - das in diesem Jahr wegen Corona allerdings geschlossen war - investiert worden seien. Ungeachtet dessen lag ein Antrag der FDP vor, demzufolge Fördermittel aus dem Schwimmbad-Investitionsprogramm (SWIM) beantragt werden sollten. Laut Eibelshäuser gilt das Programm aber nur für Bäder, die Schulschwimmen oder Schwimmkurse anbieten, was in Kleinlinden nicht der Fall sei.

Noch keine Lösung für volle Schulbusse

Anwohner klagen über Lärmbelästigungen durch Jugendliche an der Brüder-Grimm-Schule. Um Abhilfe zu schaffen, soll ein Treffen mit allen Beteiligten stattfinden. Für die vollen Schulbusse gibt es noch keine Lösung, aber man arbeite daran, versicherte Eibelshäuser. Im Interesse der Kinder sei dem Einsatz weiterer Busse, wie vom Ortsvorsteher beantragt, zuzustimmen, meinte Winfried Wagenbach (CDU). Dies stelle allerdings eine zusätzliche Belastung für Anwohner dar, sagte Wagenbach.

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