Bürgermeister Peter Neidel (CDU) rechnet damit, dass die Bitzenstraße bis Herbst saniert ist. Ortsbeiratsmitglied Michael Borke (SPD) nennt diese Prognose "sportlich". FOTO: SCHEPP
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Bürgermeister Peter Neidel (CDU) rechnet damit, dass die Bitzenstraße bis Herbst saniert ist. Ortsbeiratsmitglied Michael Borke (SPD) nennt diese Prognose "sportlich". FOTO: SCHEPP

Bauhof wird nicht wieder öffnen

  • vonDagmar Hinterlang
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Gießen-Lützellinden(hin). Seit Januar hatte der Ortsbeirat in Lützellinden nicht mehr getagt. Am Donnerstag ging es zurück in eine Art Normalität. Desinfektionsmittel standen bereit, für genügend Abstand war gesorgt, und Anwesenheitslisten ermöglichen eine etwaige Nachverfolgung. Ortsvorsteher Markus Sames führte zügig durch die 15 Tagesordnungspunkte. Alle Anträge wurden einstimmig angenommen. Bürgermeister Peter Neidel vertrat den Magistrat.

Zu Beginn ihrer Sitzung gedachten die Anwesenden des im Januar verstorbenen langjährigen Ortsbeiratsmitglieds Helmut Engel. Engel war von 1979 bis 1993 Mitglied des Gremiums.

Auf Antrag der Bürger für Lützellinden (BfL) will der Ortsbeirat wissen, wie viele Baugenehmigungen für "Betriebsleiterwohnungen" im Gewerbegebiet Rechtenbacher Hohl erteilt wurden. Er will auch wissen, ob die Wohnungen an Raum und Fläche dem Gewerbebetrieb untergeordnet sind. Ebenfalls auf Antrag der BfL soll der Magistrat über die Immissionsschutzauflagen für einen in der Rechtenbacher Hohl angesiedelten Dämmstoffbetrieb berichten.

Mit einem Dauerbrenner-Thema beschäftigte sich die SPD-Fraktion. Sie beantragte die Errichtung eines Buswartehäuschens an der Haltestelle "Kirche". Noch nicht ganz so lange besteht die Forderung nach Wiedereinrichtung der beiden Stellen für Stadtteilarbeiter. Auch hierzu gab es einen Antrag der SPD.

Die CDU-Fraktion bat um Entschärfung eines Unfallschwerpunkts im Bereich Rheinfelser Straße (L 3054) an der Einmündung der K 20 aus Linden. Michael Borke (SPD) regte an, dies beim nächsten Verkehrstag mit anzusprechen. Carsten Zörb (CDU) forderte dazu auf, die Verstärkeranlage auf dem Friedhof in einen funktionstüchtigen Zustand zu versetzen.

Aufgrund des Neubaugebiets "Im Sporn" rechnet Zörb mit einer wachsenden Nachfrage nach Schul- und Kindergartenplätzen. Er bat um zeitnahe Auskunft über den Ausbau der Kapazitäten.

Die Sanierung der Bitzenstraße bedingt weiterhin innerörtliche Umleitungen. Auf Antrag der CDU-Fraktion soll für Entlastung der Nebenstraßen gesorgt werden. Bürgermeister Neidel rechnet mit plangemäßem Baufortschritt und Fertigstellung im Herbst 2020. Kommentar Borke: "Sportlich!" Ortsvorsteher Sames regte an, die Endhaltestelle der Buslinie 1 ins Gewerbegebiet Rechtenbacher Hohl zu verlegen. Michael Borke lobte die Solidarität der Lützellindener im Umgang mit Corona. Die Initiative "Lützellinden hilft" habe regen Zuspruch erhalten. Als neuer Ortsgerichtsschöffe wurde Ronny Ludwig, als neuer Ortsgerichtsvorsteher der bisherige Amtsinhaber Hugo Görlach vorgeschlagen.

Zu hohe Kosten

Der städtische Bauhof in Lützellinden werde nicht wieder öffnen, lautete die Antwort von Stadträtin Gerda Weigel-Greilich auf einen Antrag des Ortsbeirats vom Januar 2020. Grund dafür sei eine Kostensteigerung durch gestiegene Anforderungen, zu niedrige Wiederverwertungsquoten und knapper werdenden Deponieraum. Weigel-Greilich verwies auf die Möglichkeit, bis zu zwei Kofferraumladungen Bauschutt pro Jahr kostenfrei beim Abfallwirtschaftszentrum des Landkreises Gießen in der Lahnstraße anzuliefern. Mehrmengen können gegen Gebühr abgegeben werden. Dies gelte auch für Sperrmüll, Grün- und Gartenabfälle sowie Mineralwolle.

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