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Verlassene Baustelle an der Ringallee.

Baustopp

Bauarbeiten an der Ringallee stehen still

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Es ist unübersehbar: Die Bauarbeiten für Parkdeck-Aufstockung an der Ringallee in Gießen ruhen seit Monaten. Offenbar gibt es dort gravierende Probleme mit dem Untergrund.

Gießen (mö). Wenn Gras über eine Sache gewachsen ist, dann ist sie in Vergessenheit geraten. An der Ringallee erinnern immerhin noch einige Bauzäune daran, dass sich dort eine Baustelle befand. Aber seit Monaten wird nicht mehr an der Aufstockung des Parkdecks der Technischen Hochschule Mittelhessen gearbeitet. In der Baugrube neben dem Eingang zum Freibad Ringallee stehen Pflanzen kniehoch. Der für das Projekt zuständige Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) nennt den Grund für den Stillstand: "Im Laufe der Bauzeit hat sich ergeben, dass aufgrund des problematischen Baugrunds Anpassungen an der geplanten Gründung vorgenommen werden müssen. Die weitere Bauausführung soll mit der vorlesungsfreien Zeit abgestimmt werden", erklärt Pressesprecher Alexander Hoffmann.

Das bedeutet, dass die Arbeiten wohl erst im neuen Jahr nach dem Ende des nächsten Wintersemesters fortgesetzt werden können. Vorausgesetzt, dass sich die Probleme mit dem Baugrund lösen lassen. Wie die genau aussehen, lässt der LBIH offen.

Der Bereich an der Ringallee ist bekannt für seinen losen Untergrund. Das Gelände war nach dem Krieg mit Trümmern und Bauschutt aus der Innenstadt aufgeschüttet worden. Beim Blick in die Baugrube am Freibad-Eingang kann man diese dicke Schicht aus Backsteinen und Dachziegeln gut erkennen.

Der ursprüngliche Zeitplan des LBIH sah vor, dass die Aufstockung des Parkdecks um eine Ebene bis Anfang kommenden Jahres abgeschlossen ist. Begonnen hatten die Arbeiten im April an den beiden Stirnseiten des Parkdecks. Dort sollten die Fundamente für zwei Spindelrampen gelegt werden, aber dann traten Probleme auf. Den ganzen Sommer über wurde nicht mehr gearbeitet.

Das zweite Parkdeck soll die Parksituation an der Ringallee entspannen. Auf der zweiten Ebene werden 145 zusätzliche Stellplätze entstehen, sodass sich die Kapazität der Anlage auf 445 Plätze erhöhen würde. Außerdem sollen eine Ladeinfrastruktur für E-Autos geschaffen sowie 135 zusätzliche Fahrradstellplätze und 24 Motorradstellplätze eingerichtet werden.

Durch die Baustelle fielen im Sommer einige Radabstellplätze des Freibads weg. Dieses Problem wird sich nun auch im nächsten Jahr stellen, wenn die Arbeiten weitergehen werden. (Foto: Schepp)

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