An den Lahnwiesen

Barrierefrei von Lahnaue in Gießener Bahnhofstraße

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Mit einem Kanalbau beginnen die Arbeiten für einen Fußweg zwischen Lahnaue und Innenstadt. Eine Treppe müssen die Nutzer dann nicht mehr überwinden.

Die Wieseck soll naturnah ausgebaut und ihre Ufer für die Gießener erlebarer werden. Das ist das erklärte Ziel der Stadt. Insofern mag sich der ein oder andere in den letzten Tagen gewundert haben, dass die Wieseck kurz vor ihrer Mündung in die Lahn verrohrt wurde. Im Fluss liegen drei Kanalrohre, durch die das Flusswasser strömt und über denen mit Erde ein Plateau aufgeschüttet wurde.

Dabei handelt es sich um eine Baustelle. Denn zu Beginn der Woche haben die eigentlichen Arbeiten zur Verlegung eines Abwasserkanals für das neue Baugebiet "An den Lahnwiesen" begonnen, an die sich eine lange geplante Wegebaumaßnahme und der naturnahe Umbau der Uferbereiche anschließen wird.

Bäume gefällt

Es geht um eine barrierefreie Verbindung zwischen der Lahnaue und der Bahnhofstraße, denn bekanntlich müssen Passanten bislang eine steile Treppe mit 16 Stufen überwinden, wenn sie zwischen Bahnhofstraße und Lahnstraße bzw. der Sieboldstraße unterwegs sind. Für Rollstuhlfahrer ist hier Schluss, für den Kinderwagen braucht man einen Helfer, und mit dem Fahrrad wird’s unbequem.

Nach der Tieferlegung des flussbegleitenden Wegs werde es hier künftig eine "bessere Anbindung der Innenstadt zur grünen Lahnaue" geben, erklärt Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich zum Beginn der Arbeiten, denen unlängst nun auch noch zwei große Pappeln weichen mussten, nachdem Bäume im Uferbereich bereits vor einem Jahr gefällt wurden.

Wie Weigel-Greilich erläutert, wird das ursprüngliche Geländeniveau in der Uferböschung der Wieseck abgegraben, eine Flussschleife Richtung Neubaugebiet angelegt und die Wegeführung angepasst.

Weg bis Mitte Oktober gesperrt

Wie der Weg dann an den bestehenden, der von der Bahnhofstraße kommt, angeschlossen wird, dürfte angesichts der im Weg stehenden Anbauten an die Eisenbahnbrücke und des Höhenunterschieds, der hier samt dem kleinen Parkplatz in Verlängerung der Sieboldstraße beseitigt werden muss, eine technische Herausforderung werden.

Entsprechend lange, nämlich bis in den Oktober hinein, wird die Sperrung des Fußwegs voraussichtlich dauern. Kosten nennt die Stadt zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht, im Haushalt stehen 400 000 Euro als Gesamtausgabe, erwartet wird ein Landeszuschuss. Der Abwasserkanal, der unter dem neuen Uferweg verlaufen wird, soll das vorhandene Netz entlasten und wird direkt zum nicht weit entfernten Klärwerk führen.

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