Grünen-Vorstoß

"Bannmeile" für Elterntaxis rund um Schulen?

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Gießen(mö). Die Stimmen und Appelle mehren sich, angesichts der bevorstehenden Wiederöffnung der Schulen auf das sogenannte Elterntaxi zu verzichten. Auch aus Sicht der Grünen in Gießen bietet die Teilöffnung der Schulen und das nach wie vor geringere Verkehrsaufkommen die Chance, Kinder und Jugendliche an eine "selbstständige Mobilität" heranzuführen, erklärt die Partei und bringt eine "Bannmeile" für Elterntaxis ins Gespräch.

Es sei begreiflich, dass sich Eltern jetzt noch mehr Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder machten und sie deshalb ungern mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren lassen wollten, in denen die Ansteckungsgefahr größer ist. "Dennoch ist das Elterntaxi hierzu die schlechteste Alternative. Nach Ansicht aller Experten ist es gefährlich und schlecht für die Entwicklung der Kinder", erklärt Sophie Müller vom Stadtverbandsvorstand der Grünen.

Bei dem guten Wetter könnten die Jugendlichen auch mal längere Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, zumal der Vereinssport aktuell nicht stattfinde. Wenn Kinder noch unsicher seien, könnten die Eltern sie eine Weile zu Fuß oder per Rad begleiten.

Damit dies gefahrlos möglich sei, fordern die Grünen Verbesserungen im Umfeld der Schulen. Das Gehwegparken müsse konsequent unterbunden werden. Die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit vor Schulen müsse verstärkt kontrolliert werden. Und wo das noch nicht der Fall sei, müsse im Umfeld der Schulen Tempo 30 her. Auch "Bannmeilen" für Elterntaxis seien eine "gute Idee".

Ob das Elterntaxi-Aufkommen ab heute zum Problem wird, ist nach dem Urteil des Verwaltungsgerichtshof vom Freitag fraglich. Der VGH entschied, dass die Grundschulen in Hessen weiter geschlossen bleiben müssen.

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