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Das letzte Konzert dieses Sommers gestaltet die Gruppe Balladeire mit einem wunderschönen Auftritt. Die Musiker sorgen für Gänsehaut bei den Zuhörern.

Balladeire setzt den Schlusspunkt

  • VonBarbara Czernek
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Gießen (bac). Zum Abschluss des Musikalischen Sommers auf dem Schiffenberg gab es noch ein Highlight: Die Gruppe Balladeire gab ein hinreißendes Konzert. Die vierköpfige Formation ist seit Jahren eine feste Größe in der Folk- und Pop-Szene der Stadt. Auch am Freitag wurde sie ihren hohen Qualitätsansprüchen gerecht und ist ihren außergewöhnlichen Arrangements treugeblieben.

Dass die Musiker echte Könner sind, stellte sie einmal mehr unter Beweis. Sängerin Christine Burock zum Beispiel, deren Stimme mal rauchig, mal glockenrein klang. Nach rund zwei Stunden war das Konzert wie auch der Musikalische Sommer auf dem Schiffenberg zu Ende.

»Wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden«, resümierte Stephanie Jackson, im städtischen Kulturamt für die Veranstaltung verantwortlich. Aufgrund von Hygienemaßnahmen, Abstandsregeln und Einlassbeschränkungen musste der Musikalische Sommer jedoch unter neuen Bedingungen durchgeführt werden. »Wir konnten erst drei Wochen später als geplant starten«, erläuterte Jackson. Daher gab es statt 30 Konzerte lediglich 19 Auftritte. Und auch da war vieles anderes: Der Reiz dieser Konzertreihe besteht darin, dass sie kostenlos für die Besucher ist und man einfach ungezwungen dazustoßen kann. Das war in diesem Jahr nicht möglich: Jeder Besucher musste sich vorab registrieren, die Teilnehmerzahl war auf 250 Personen beschränkt. Für diese logistische Unterstützung holte sich das Kulturamt Sabine Glinke ins Boot. Glinke, die eine eigene Event-und Medienagentur betreibt, kennt die Gegebenheiten und Schwierigkeiten des Schiffenbergs sehr gut. »Das Problem unter anderem bestand darin einen geschlossen Raum innerhalb dieses offenen Geländes zu organisieren, der zudem schnell rückbaubar war, damit unter der Woche der normal Gaststättenbetrieb laufen konnte,« erläuterte sie. Die Lösung war wirkungsvoll: Rund um den inneren Bereich wurden vom Bauhof Warnbarken aufgestellt, um die während der Konzerte Flatterbänder als Absperrungen gezogen wurden. Zudem wurde ein Einbahnstraßensystem für die Laufwege installiert. Auch Security-Personal musste organisiert werden, das den Einlass kontrollierte und auf die Einhaltung der Hygieneregeln achtete. »Das Miteinander aller Beteiligten funktionierte wirklich gut«, lobte Jackson, die auch den Pächtern der Gastronomie für einen reibungslosen Ablauf dankte.

Im Durchschnitt kamen rund 200 Personen zu jedem Konzert, nicht eingerechnet diejenigen, die außerhalb des umzäunten Bereichs der Musik lauschten. Der Musikalische Sommer auf dem Schiffenberg ist seit mehr als 40 Jahren schon ein fester Bestandteil der Kultur-Landschaft Gießens. Mit diesem Angebot fördert die Stadt Gießener Künstler, indem sie ihnen eine Auftrittsmöglichkeit verschafft. Das Angebot reicht von Schlager über Blasmusik bis hin zu Jazz und Rock. Bewusst wird bei der Zusammenstellung auf ein breites Angebot geachtet, sodass für jeden Geschmack auch wirklich etwas dabei ist.

Die Kosten wie auch die Mehrkosten für den erhöhten Aufwand werden von der Stadt Gießen getragen, obwohl die Veranstaltungen auch ein Anziehungspunkt für Besucher aus der gesamten Region sind. Hoffnungsvoll ist Jackson für das kommende Jahr. »Wir planen natürlich wieder mit dem Musikalischen Sommer und werden die Veranstaltungen den Gegebenheiten anpassen. Natürlich hoffen wir, dass er wie früher ohne Zulassungsbeschränkungen und Registrierungen möglich sein wird. Und wenn nicht, dann stellen wir uns auch darauf wieder ein«, sagt die Mitarbeiterin des Kulturamts. Die Bewerbungsfrist für den kommenden Musikalischen Sommer endet am 30. November.

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