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Schwimmbad-Öffnung

Bald wieder Bahnen ziehen in Gießen

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Die Stadtwerke Gießen bereiten gerade das Westbad für Vereinsschwimmen unter Corona-Bedingungen vor. Doch wann kann die Allgemeinheit die Bäder wieder nutzen?

Gießen(jri). Seit über zwei Monaten sind die beiden Gießener Hallenbäder - Ringallee und Westbad - geschlossen. Immerhin: Zumindest die Mitglieder von Schwimmvereinen dürfen ab 1. Juni in Hessen wieder ins Wasser. Das steht seit Mittwoch fest.

"Wir versuchen, die Öffnung für Vereine so zeitnah wie irgendmöglich umzusetzen. Wir sprechen intern gerade darüber, wie das unter Beachtung aller Regeln funktionieren kann", sagt Ina Weller, Sprecherin der Stadtwerke Gießen als Betreiberin der Bäder. Allerdings seien derzeit noch einige größere Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten im Gange, etwa ein Pumpentausch im Westbad. Deshalb könne die Öffnung des Westbades, in dem Vereinsschwimmen und Schwimmkurse stattfinden sollen, vermutlich erst Mitte Juni erfolgen.

"In der kommenden Woche werden wir mit den Ansprechpartnern der großen Vereine wie DLRG, Gießener Schwimmverein und TV Wetzlar sprechen, um hier eine Abstimmung herbeizuführen", sagt Weller. Vor der Öffnung nach längerer Schließzeit müsse auch noch das Gesundheitsamt eine Wasserprobe als unbedenklich einstufen. Das sei aber in der Regel unproblematisch.

Noch ist unklar, ab wann Hallen- und Freibäder in Hessen wieder für alle Besucher öffnen werden. Bis Mitte Juni will die Landesregierung diese Frage entscheiden.

Erste Hilfe und weitere Fragen

Dennoch bereiten die Stadtwerke eine mögliche Öffnung unter Corona-Verordnungen zumindest gedanklich schon vor. "Die Einhaltung der Abstandsregel ist das, was es am schwierigsten in der Umsetzung macht - hiervon betroffen sind neben den Schwimmbecken natürlich auch die Liegewiese, der Wasserspielplatz und nicht zu vergessen die zu erwartende Warteschlange an der Kasse", teilt Weller mit. Es bedürfe einer sehr genauen Überlegung, wie man die gesundheitliche Sicherheit der Badegäste und auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bäder gewährleisten könne. Ein wichtiger Punkt dabei werden zum Beispiel auch die Themen Erste Hilfe und Rettung von Verletzten sein - trotz Abstandsgebot. "Unser Aufsichtspersonal ist verpflichtet, Hilfe zu leisten. "Auch hier müssen Konzepte her, wie die Sicherheit und Gesundheit unserer Bäder-Beschäftigten gewährleistet ist", verdeutlicht die Stadtwerke-Sprecherin

Klar sei, dass sich die Stadtwerke und ihre Bäder-Bedienstete genauso nach der Wiederöffnung sehnen wie die Badegäste. "Aber wir nehmen das Thema Gesundheit sehr ernst. Wir werden uns in den nächsten Tagen intensiv mit Lösungsmöglichkeiten all dieser Herausforderungen beschäftigen", verspricht Weller. Denn in einem heißen Sommer ist ein Ansturm von tausenden Badegästen im Freibad Ringallee üblich. In Corona-Zeiten ist dies allerdings kritisch.

Einige Menschen suchen deshalb bereits seit geraumer nach Alternativen: Hersteller von Pools für private Gärten verzeichnen derzeit eine deutlich gestiegene Nachfrage. Und auch die Lahn wird vermutlich als erfrischender Badeplatz stärker als bisher gefragt sein.

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