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Bei den Menschen im hoch gelegenen Kitandililo (Tansania) sind vor allem warmen Jacken und Hosen gefragt. FOTO: PM

Ausgemusterte Uniformen gespendet

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Gießen(pm). Nachdem der Zoll im vergangenen Jahr bundesweit seine alte grüne Dienstkleidung durch blaue Uniformen ersetzt hat, wurden nun auch die Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamtes Gießen neu eingekleidet. Es stellte sich daher die Frage: Was tun mit der alten Dienstkleidung?

Lebenshilfe entfernt Wappen

Aus dem Beschäftigtenkreis kam schnell der Vorschlag, die Kleidungsstücke für einen guten Zweck zu spenden. Durch einen Kollegen des Münchener Flughafenzolls erfuhr die Gießener dann von dem Projekt "Warme Kleidung für Afrika", für das sich dieser Kollege in der Kirchengemeinde seines Heimatortes privat einsetzt und für das er bereits bei seinen Münchener Kollegen Kleidung sammelte.

Bei dem Projekt geht es darum, Menschen, die im südlichen Hochland von Tansania in einfachsten Verhältnissen leben und überleben müssen, mit warmer Winterkleidung zu versorgen. Denn die Dörfer der Gemeinde Kitandililo liegen teilweise in 1800 Metern Höhe, und in den Wintermonaten wird es dort sehr kalt.

Bei den Beschäftigten des Hauptzollamtes Gießen war schnell klar, dass man dieses Projekt unterstützen will, und so sammelten sie Hunderte von Kleidungsstücken der alten Zoll-Dienstkleidung ein. Vor allem die Wintersachen, wie Pullover, Anoraks, Jacken und warme Hosen waren bestens geeignet. Zuvor musste jedoch ein Problem gelöst werden. Die Kleidungsstücke waren versehen mit dem offiziellen Zollwappen, das als Hoheitszeichen nicht privat getragen werden darf. Bei der großen Anzahl erschien es zu aufwendig die aufgenähten Zollwappen selbst mühsam zu entfernen. Unterstützung gab es hier von der Lebenshilfe Gießen, die gegen ein Entgelt die Entfernung der Wappen in deren Werkstätten vornahm und die Sachen verpackte. Eine "Win-win-Situation", bei der gleichzeitig eine weitere karitative Einrichtung durch den Gießener Zoll unterstützt wurde.

Zwei Gießener Zöllner brachten die versandfertig in Kartons verpackten Kleidungsstücke persönlich nach Ismaning und übergaben sie der Tansania-Hilfe. Dort freute man sich über die großzügige Spende der hessischen Zöllner und darüber, dass alles nahezu schon für den Versand nach Afrika vorbereitet war. Alle hoffen jetzt, dass die Weiterleitung der Winterkleidung auch noch rechtzeitig vor dem Winter organisiert werden kann.

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