Auf Missstände aufmerksam machen

  • VonBarbara Czernek
    schließen

Gießen (bac). Gewalt gegen Frauen gibt es überall, in jeder Gesellschaftsschicht, in jedem Land und sie hat keine Altersbegrenzung. Statistisch gesehen ist jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen. Seit 1999 gibt es den »Tag gegen Gewalt an Frauen« am Donnerstag, 25. November, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen.

Aus diesem Grund hat das Büro für Frauen und Gleichberechtigung der Stadt Gießen ein umfangreiches Programm der verschiedenen Vereine und Gruppierungen zusammengetragen. »Die Pandemie hat insbesondere die Situation für Frauen weltweit teilweise erheblich erschwert, in manchen Bereichen wurden Frauenrechte um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurückgeworfen. Viele Betroffene fühlten sich alleingelassen«, sagt Friederike Stibane, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gießen, zu der Problematik.

Die wichtigsten Veranstaltungen im Überblick:

• Samstag, 13. November, 16 Uhr, Bahnhofsvorplatz: Rundgang durch Gießen zu »Angstorten«.

• Mittwoch, 17. November, 19 Uhr, Frauenkulturzentrum: Vortrag »Gewalt in der Familie und die strafrechtliche Verfolgung« (Mit Anmeldung)

• Mittwoch, 24. November, 19 Uhr, Nordstadtzentrum: Vortrag und Diskussion: »BASTA! Gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz«

• Donnerstag, 25. November, 16 Uhr, Kugelbrunnen: Aktion »Ein Licht für jede getötete Frau«. Zudem werden verschiedene Orte in Gießen als Zeichen der Solidarität orangefarben beleuchtet.

• Freitag, 26. November, 17.30 Uhr, DGB-Haus, Runder Tisch zu »Hilfe für Frauen bei Gewalt«

• Samstag, 27. November, 11 Uhr, Löwengasse/Seltersweg: Mahnwache für die Abschaffung der Todesstrafe in Ghana

• Dienstag, 30. November, 17 Uhr, Hermann-Levi-Saal, Rathaus, Workshop: »Männliche Gewalt und Femizid - welche Präventionsmaßnahmen können wirken?«

Hinzu kommen noch weitere Workshops und Aktionen. Das ausführliche Programm liegt an allen bekannten Stellen in der Stadt aus. Wegen der Pandemie-Umstände wird seitens der Veranstalter darum gebeten, sich tagesaktuell zu informieren, ob die jeweilige Veranstaltung in der geplanten Form stattfindet.

Auch die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und das Frauenhaus des Sozialdienstes katholischer Frauen bieten eine Aktion unter dem Titel »Kraft tanken« an. So gibt es am 26. November um 10 und 14 Uhr kostenlose Online-Yogastunden mit Carmen Braner-Lonthoff über »Zoom«. Interessierte schicken eine E-Mail an interventionsstelle@ skf-giessen.de mit ihrem Namen und der gewünschten Kurszeit. Für die Teilnahme wird ein Laptop oder ein Handy mit Internetzugang benötigt. Die Kamera kann bei Bedarf während des Kurses ausgeschaltet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare