Ab 5. September zeigt der OKB im Unteren Hardthof die vierte Auflage seiner erfolgreichen Ausstellungsserie "Das kleine Format", diesmal statt der üblichen Vernissage mit einer Sonderschau Keramik auf der Freifläche vor der Galerie. FOTO: PM/LIMBECK
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Ab 5. September zeigt der OKB im Unteren Hardthof die vierte Auflage seiner erfolgreichen Ausstellungsserie "Das kleine Format", diesmal statt der üblichen Vernissage mit einer Sonderschau Keramik auf der Freifläche vor der Galerie. FOTO: PM/LIMBECK

Auch Töpfer leiden unter Corona

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Gießen(pm). Bereits zum vierten Mal richtet der Oberhessische Künstlerbund (OKB) die beliebte Ausstellung "Das kleine Format" in der Galerie im Unteren Hardthof aus. In diesem Jahr hat sich der Vorstand des Künstlerbundes etwas Besonderes einfallen lassen, um seine "keramisch" arbeitenden Mitglieder zu unterstützen. Auf der begleitenden Extra-Keramik-Schau auf der Freifläche vor der Galerie sind hervorragende keramische Arbeiten zu bestaunen und preiswert zu erwerben.

Unikate aus dem Holzbrandofen

Die OKB-Keramiker Karin Schweikhard und Michael Limbeck aus Homberg-Ohm, Karl-Heinz Till aus Rabenau und Berthold-Josef Zavaczki aus Gießen zeigen nun zusammen mit einer Auswahl an Gästen ihre neuen Arbeiten am Eröffnungswochende, Samstag, 5. September, und Sonntag, 6. September, jeweils von 11 bis 18 Uhr.

Während Till seine überwiegend flächig glasierten Keramikgefäße und Plastiken aus Steinzeug und Porzellan frei aufbaut und ausschließlich im Holzbrandofen feuert, brennen Schweikhard, Limbeck und Zavaczki ihre gedrehten und aufwendig glasierten Steinzeuggefäße sowohl im Gasofen wie im Holzbrand. Sind es bei Karin Schweikhard die in reinen Farben graphisch gestalteten Oberflächen die bestechen, hat sich Berthold Zavaczki spezialisiert auf Doppelwandgefäße und Tee-Keramik.

Uschi Hönig aus Reinheim und Mechthild Poschlod aus Kassel zeigen sehr unterschiedlich gestaltete Steinzeugarbeiten, die im Elektroofen gebrannt werden. Hönigs meist großformatig und frei gearbeitete Schalen und Schüsseln stehen dabei im spannenden Kontrast zu den streng komponierten "Knick - und Walzenvasen" von Mechthild Poschlod, die als Beispiel der sogenannten "Kasseler Schule" unter Ralf Busz ihre Ausbildung erfahren hat.

Jutta Owczarek und Thomas Dunschen aus Cölbe fertigen ihr traditionell gehaltenes Gebrauchsgeschirr und ihre Gartenobjekte aus Irdenware, während Sebastian Scheid aus Büdingen organisch anmutende Deckelgefäße aus Steinzeug und Schalen- und Vasenunikate aus Porzellan zeigt, die unverkennbar auf seine Ausbildung bei berühmten japanischen Meistern wie bspw. Tatsuso Shimaoka verweisen.

Mit ihren sehr unterschiedlichen Arbeits- und Brenntechniken zeigen die ausstellenden Keramiker auf erstaunliche Weise, wie vielfältig und eindrucksvoll "Keramik" sein kann, wenn sie denn tief aus dem Herzen kommt und das Zentrum eines Lebens darstellt.

"Das kleine Format IV", erweitert um die Keramik-Schau in diesem Jahr, ist der vielversprechende Versuch des OKB, seine Ausstellung im Hardthof noch abwechslungsreicher zu gestalten als ohnehin und sich nach dem erzwungenen Kultur-Lockdown der letzten Monate eindrucksvoll in Erinnerung zu rufen.

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