+
Tonland haben ihren "Corona-Song" in ihrer Küche aufgenommen. SCREENSHOT

Komponieren und umdichten

Auch Gießen hat seine "Corona-Songs"

  • schließen

Auf den Aufruf der Gießener Allgemeinen haben sich bereits einige Musiker aus der Region gemeldet. Manche Stücke sind schon im Netz zu hören.

Gießen(gl). Was wären schwierige Zeiten ohne Lieder - aufmunternd, nachdenklich stimmend oder auch mal einfach nur lustig. Auch zur Corona-Krise gibt es solche Songs, die im Netz ihr Publikum finden. Wir hatten in dieser Zeitung den Aufruf gestartet, Hinweise auf solche Corona-Songs zu geben, die in Gießen und Umgebung komponiert oder umgetextet worden sind. Mehrere Musiker haben sich bereits gemeldet, auch wenn derzeit noch nicht alles auch im Netz zu hören ist.

Songs für die "Sorgenzeit"

Ein Musikerpaar, das auf den Aufruf reagiert hat, sind die in Lich wohnende Isabell (Sängerin, Songwriterin, Bassistin) und Jörg (Gitarrist, Sänger, Songwritern) vom Pop-Duo Tonland. Ihr selbst komponierter und getexteter "Corona-Song" soll zum Nachdenken anregen und greift in wenigen Sätzen alle aktuellen Punkte und Dinge auf. Es geht um die Themen Verantwortung tragen, Zuhausebleiben und Händewaschen. Den kurzen, ruhigen Song hat das Paar in seiner Küche aufgenommen und man kann ihn anhören über www.youtube.com/tonland.

Informationen und weitere Lieder von Tonland findet man auch auf ihrer Homepage www.tonlandmusik.de sowie auf Instagram und Facebook (@tonlandmusik). Und jeden Sonntag um 21 Uhr veröffentlichen sie auf ihrem YouTube- Kanal einen neuen Cover-Song, "um den Menschen dauerhaft Musik für gute Stimmung für die neue Woche mitzugeben".

Einen Song von Rio Reiser hat Klaus Speicher aus Grünberg umgetextet und ihm den Titel "Sorgenzeit" gegeben. Zur Melodie von "Junimond" lauten seine ersten Zeilen "Die Welt steht still vor meinem Fenster/ es geht fast niemand vorüber an mir./ ... / Doch ich weiß es wird geh’n/ Wir werden das übersteh’n./ Irgendwann wird sich die Welt wieder weiter dreh’n./ Es geht vorbei bye bye Sorgenzeit/ Es geht vorbei, es geht vorbei bye bye…". Speicher fehlt es allerdings aktuell an Musikern (Gesang, Gitarre, Keyboards, Bass), um den Song richtig aufzunehmen. Er selbst hat bereits eine Karaoke-Version mit Cajon aber ohne Schlagzeug und Gesang eingespielt. Vielleicht finden sich ja Musiker, die bereit wären, das Lied virtuell mit seiner Cajon-Begleitung einzuspielen? Wir vermitteln gerne Kontakte. Speicher will das Lied veröffentlichen und damit Spenden für einen guten Zweck zu sammeln.

Der Grünberger Liedermacher Torsten Kuhn, bekannt vom Trio "Toto Sono", begleitet sich bei seinem Song selbst auf der akustischen Gitarre und hat eine ruhige Ballade zu Ehren all der Helfer mit Kitteln "in weiß und grün" geschrieben hieben". Den Titel kann man auf YouTube hören und sehen - Titel: "Voller Verzweiflung und Mut".

Auch Alles von Ed arbeiten an Song

Auch Martin Philippi aus Grünberg (bekannt als "Hessens Slowhand" aus Hr3 und dem Hessenfernsehen von 1998) arbeitet an einem Corona-Song. Peter Herrmann und er haben eine Musik kompostiert mit dem Arbeitstitel "In diesem Dorf, in dieser Stadt, in diesem Land". Philippi hat seinem Musikerkollegen vom Kirchberg in Lollar eine Gitarrenspur geschickt und der spielt seinen Bass dazu und schickt es dann weiter. Es sollen möglichst viele Musiker mitwirken und vor allem mittexten. "Wir wünschen uns so eine Art "We Are The World" aus Mittelhessen", betont Martin Philippi.

Zudem hat die Gießener Band "Alles von Ed" angekündigt, einen Song zum Thema zu veröffentlichen. Die Band, die bereits die Hymne für den FC Gießen geschriebene hatte, verspricht: "Wir schreiben den Song auf unsere Art - nicht lustig, sondern eher nachdenklich, aber positiv… und auf Deutsch.". Einen Gruß aus dem Studio gibt es von Peter Laupenmühlen, Kevin Becker, Yannick Möller, Mike Brandt und Moritz Weissinger (siehe auch www.allesvoned.com und facebook.com/allesvoned). Ihr Corona-Song wird dann aller Voraussicht nach in den nächsten zwei bis drei Wochen online gehen.

Und auch Karin Seipp hat getextet: Im Radio lief "Ramona" von den Blue Diamonds und das hat sie zu folgenden Zeilen inspiriert: "Corona, wann endlich ist dein Spuk vorbei,/ Corona, wann sagest endlich du goodbye?..." Zeilen, mit denen sie sicher vielen aus dem Herzen spricht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare