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Auf einem sieben Meter hohen Pfosten ist das Artenschutzhaus montiert.

Artenschutzhaus am Eulenkopf aufgebaut

Gießen (ixi). Das Quartier rund um den Spielplatz Eulenkopf ist nun offiziell um eine Attraktion reicher. Ein sieben Meter hohes Artenschutzhaus, das derzeit Gesprächsthema in der gesamten Siedlung ist, wie Stadträtin Gerda Weigel-Greilich beim Ortstermin betonte. »Es ist ein konkreter Ort für Umweltbildung, und wir haben verschiedenste Projekte in der Stadt, was Artenschutz angeht«, sagt die Grünen-Politikerin.

Aus ihrer Sicht sei das Artenschutzhaus eine Art »Multikultihaus« für mehrere verschiedene Tierarten. Für die Artenvielfalt könne man in der Stadt mehr machen als auf dem Land. Das bestätigte Alexandra Dill vom Amt für Umwelt und Natur. »Wir freuen uns über das Artenschutzhaus und haben uns bewusst für eine Multikultivariante entschieden«, bekräftigte sie.

Der zweigeteilte Unterschlupf sei im Obergeschoss für gebäudebrütende Arten wie Mauersegler und Fledermäuse gedacht, im unteren Geschoss dominieren Halbhöhlenbrüter wie die Bachstelze, Meisen oder der Haussperling. Gerade beim Thema Fledermäuse in Gießen erläuterte Dill ausführlich die verschiedenen Arten, die die heimische Region bevölkern. »Wir haben die Zwergfledermaus oder etwa die Bartfledermaus. Bekannt ist auch das Große Mausohr, da ist die größte Kolonie im nahegelegenen Marburger Schloss angesiedelt.« Das Aufstellen des Artenschutzhauses wurde nötig, da es durch die energetisch sanierten Häuser in der Stadt immer weniger Rückzugsorte für die Tiere gebe. »Wir haben hoffentlich nächstes Jahr Ende April die ersten Gäste«, sagte Dill weiter. Die Leiterin der Sozialen Stadterneuerung, Dr. Anna Hoffmann, betonte, dass auch die nahegelegene Kindertagesstätte sich über das Projekt sehr freue. »Das ist eine weitere Attraktion für die Kinder, wir haben die Förderung durch das Städtebauförderprogramm sehr schnell erhalten.« Das Artenschutzhaus werte das gesamte Quartier auf.

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