Aortenzentrum neu aufgestellt

  • vonRedaktion
    schließen

Gießen(pm). So wie die Hauptschlagader den gesamten Körper mit sauerstoffreichem Blut versorgt, so zentral ist auch der Bereich der Gefäßchirurgie. "Gefäße durchziehen den gesamten Körper und entsprechend breit ist unser Spektrum an Eingriffen", sagt Privatdozent Dr. Johannes Kalder. Er leitet jetzt das Hessische Aortenzentrum an der Klinik für Herz-, Kinderherz- und Gefäßchirurgie des UKGM in Gießen und hat als Gefäßchirurg große und langjährige Erfahrung.

Die optimale Behandlung von Patienten zeichnet sich vor allem durch die enge fachübergreifende Zusammenarbeit mit weiteren Spezialisten aus anderen Abteilungen des Klinikums aus, betont Kalder: "Erst kürzlich haben wir in einem gemeinsamen Eingriff mit den Kollegen der Neuroradiologie eine unüberwindbare Halsschlagaderenge beseitigt und ein Blutgerinnsel aus dem Gehirn entfernt, um einen großen Schlaganfall zu verhindern." Das funktioniere, weil von den OP-Schwestern bis zu Fachärzten die Kommunikation stimme und Hand in Hand gearbeitet werde, so der gebürtige Frankfurter.

Als er das Zentrum übernahm, stand allerdings zunächst Aufbauarbeit an - Ober- und Assistenzarztstellen mussten besetzt werden. Mittlerweile verfügt das Team wieder über volle Facharztstärke und kann mit den Kollegen der Herzchirurgie und dem Kinderherzzentrum zusammen alle Erkrankungen der Aorta vom ersten Lebenstag bis ins hohe Alter behandeln.

Als Besonderheit kann das Team dabei den vorhandenen Hybrid-Operationssaal nutzen. Dort steht ein High-End-Röntgengerät bei sterilen Operationen zur Verfügung. Kalder: "Das ist etwa beim passgenauen Einsetzen von minimalinvasiven Gefäßprothesen hilfreich und erhöht die Patientensicherheit." FOTO: PM

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare