Medizin-Senioren

Aorta und Aneurysma

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Gießen (pm). Die Seniorenvorlesung des Fachbereichs Medizin geht in eine neue Runde: Gefäßerweiterungen der Hauptschlagader können überall im Körper auftreten und für die Betroffenen sehr gefährlich werden; häufig sind auch die Blutgefäße des Gehirns betroffen. Mit »Erkrankungen der Aorta«, speziell mit Aneurysmata der Aorta, beschäftigt sich daher die Seniorenvorlesung des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) zum Auftakt des Wintersemesters 2021/22.

Von Aneurysmata - Aussackungen - der Aorta spricht man, wenn der Durchmesser des Gefäßes das Doppelte oder mehr des normalen Durchmessers beträgt. PD Dr. Johannes Kalder, seit Januar 2020 Leiter der Gefäßchirurgie am UKGM in Gießen und Leiter des Hessischen Aortenzentrums, erklärt die Entstehung, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten eines Aneurysmas. Die meisten dieser ballonartigen Aussackungen sind degenerativ verursacht, Infektionen wie Syphilis oder erbliche Bindegewebserkrankungen können ebenfalls Auslöser sein. Die Behandlung ist abhängig von Form, Größe und Lokalisation des Aneurysmas. Die Gefahr darf nicht unterschätzt werden: Platzt ein Aneurysma (rupturiertes Aneurysma), führt dies häufig dazu, dass der Betroffene innerhalb kürzester Zeit innerlich verblutet; nur 50 Prozent der Patientinnen und Patienten erreichen überhaupt eine Klinik. Der Vortrag ist - wie die vorhergehenden Vorträge auch - online abrufbar über med.uni-giessen/senioren.

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