Nach schwerem Unfall

Anwohner wollen Umgestaltung der Haas-Straße

  • Jens Riedel
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Gießen(jri). Nach einem schweren Unfall in der Georg-Haas-Straße (Wohngebiet Schlangenzahl) haben Anwohner von der Stadt Umbaumaßnahmen gefordert, um die Strecke zu entschleunigen. Die Haas-Straße sei für ein Wohngebiet und für eine Tempo-30-Zone "viel zu breit und zu gerade" und "verleite zum Rasen". Deshalb werde dort die zulässige Geschwindigkeit von 30 km/h "regelmäßig überschritten", monieren etwa 60 Anwohner, die sich mit einem Brief und einer Unterschriftenaktion unter Federführung von Clemens Amberg an die Stadt gewandt haben. Sie äußern den Wunsch, die Haas-Straße zu einer "Wohn- und Lebensstraße" umzugestalten, besonders vor dem Hintergrund, dass viele Kinder die Straße als Schulweg nutzen.

Anfang November hatte ein 22-jähriger Audi-Fahrer in der Haas-Straße auf über 100 km/h beschleunigt, war dann mit einem vom Schwarzacker einbiegenden Lkw kollidiert und gegen eine Hauswand geprallt. Beide Männer kamen verletzt in Krankenhäuser, der Sachschaden lag bei 43 000 Euro.

Ähnlich spektakuläre und große Unfälle sind der Polizei in der Haas-Straße aber nicht bekannt. In den vergangenen fünf Jahren seien dort lediglich drei kleinere Unfälle wie Parkrempler erfasst worden. Bürgermeister und Verkehrsdezernent Peter Neidel möchte zunächst einen Ortstermin verabreden und danach die Presse informieren.

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