Antifa weist Vorwürfe zurück

  • Burkhard Möller
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Gießen(mö). Die Veranstalter der Demonstration gegen Rechtsextremismus am 15. Februar weisen Vorwürfe zurück, dass ein Redner der Gruppe Kommunistische Organisation (OK) das Judenpogrom vom November 1938 verharmlost und einen "antisemitischen Eklat" provoziert habe. Im Gegenteil habe der Redner ein "eindeutiges Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt und in klarer Weise an die schrecklichen Verbrechen in der Reichspogromnacht erinnert", heißt es in einer Erklärung der Antifaschistischen Basis, die die Demo organisiert hatte.

Wie berichtet, hatten im Nachgang der Veranstaltung die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) und das Bündnis "Gießen bleibt bunt" die Rede scharf kritisiert bzw. sich von ihr distanziert. Auslöser waren mehrere Posts von Demo-Teilnehmern aus dem Rheinland, die aus der Rede zitiert hatten.

Die Demo-Veranstalter ordnen diese "externe Gruppe" der Szene der sogenannten "Antideutschen" zu, die - ohne den Inhalt der Rede zu kennen und ohne mit dem Redner in Kontakt getreten zu sein - den "schwerwiegenden und unbegründeten Vorwurf des Antisemitismus" erhoben hätten.

Diese Vorwürfe hätten durch zwei Presseerklärungen der DIG und von "Gießen bleibt bunt" sowie einen GAZ-Bericht dann Verbreitung gefunden.

Es sei offensichtlich so, dass mit aus "dem Zusammenhang gerissenen Halbsätzen und Unwahrheiten" versucht worden sei, die Inhalte der Demonstration zu diskreditieren. "Antifaschismus soll bürgerlich bleiben", folgern die Veranstalter.

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