»Anstoß« verteilt fast 30 000 Euro

Gießen (nal). 15 Projekte mit einer Gesamtsumme von 29 489 Euro fördert die Anstoß-Stiftung in diesem Jahr. Die Bescheide wurden während eines Zoom-Meetings übergeben, bei dem Stiftungsvorsitzender Wolfgang Balser auch Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz begrüßte.

Für einen Elternkurs erhält der Kinderschutzbund Gießen 540 Euro. Die Jugendwerkstatt Gießen bekommt 1261 Euro für Leinwand, Beamer und Notebook zur Ausstattung eines Schulungsraums, der Verein Aktion Perspektive für junge Menschen und Familien in Gießen für ein dreitägiges Seminar zum Thema »Wie kann Familienleben auch in der Corona-Krise gut gelingen?« 2000 Euro. Das Institut für Förderpädagogik und Inklusive Bildung der Justus-Liebig-Universität wird mit 2500 Euro für die Förderung von besonders belasteten Kindern und Jugendlichen durch Studierende unterstützt, die Gesellschaft für Integration, Jugend und Berufsbildung (IJB) Gießen zur Errichtung eines Foliengewächshauses auf ihrem Jugendbauernhof in Gießen mit 2345 Euro.

Mit 5000 Euro wird die Arbeit von Medinetz Gießen unterstützt, das als Anlaufstelle und Telefonberatung für Menschen ohne Papiere wirkt, die medizinische Hilfe benötigen. Für einen Kurs zur Schulung der ehrenamtlichen Demenzbegleiter für Patienten erhält das Evangelische Krankenhaus in Gießen 480 Euro, der Verein Wildwasser Gießen für die Möblierung eines weiteren Raums in der Beratungsstelle 2622 Euro und die Refugee Law Clinic für den Aufbau eines Weiterbildungs-Curriculums für Dolmetscher mit zwei Workshops 735 Euro.

Das Begegnungszentrum »Walltor3« in Gießen erhält für sein Projekt »Inklusiv aktiv« eine Zuwendung über 1062 Euro, der Verein Food-sharing in Gießen für die Anschaffung von zwei Fairteilerschränken und Garagenmiete 3372 Euro, die Arbeitsloseninitiative Gießen für ihr Projekt »Urlaub ohne Koffer«, das Menschen mit wenig Geld einen Tagesausflug ermöglicht, 2319 Euro, das Netzwerk für politische Bildung, Kultur und Kommunikation mit Sitz in Gießen für ihr Projekt »Historische Alltagsspuren von Juden und Jüdinnen in Gießen und Umgebung« 1700 Euro, die Werkstattkirche in der Nordstadt zur Anschaffung einer Handkehrmaschine 450 Euro und das Freiwilligenzentrum für sein interkulturelles Beratungsangebot für den Ausbau der Social Media Plattformen 3100 Euro.

Zunächst hatte Prof. Burkhard Brosig in seinem Vortrag »Der steinige Weg zur Identität« ein Projekt vorgestellt, das seit acht Jahren vom hessischen Sozialministerium gefördert wird und einst auch eine Zuwendung der Anstoß-Stiftung erhalten hatte. Die stellvertretende Vorsitzende Jutta Becher und Regine Leithäuser gingen dann auf die ausgewählten Förderprojekte ein. Becher erinnerte daran, dass die Erträge des Stiftungskapitals so verwendet werden sollen, dass mit ihnen etwas angestoßen werden soll, das Lebensqualität verbessert. Zugleich sollen diese Zuwendungen ein Anstoß für Stadt, Kreis und die Gesellschaft sein, hinzuschauen und sich gegebenenfalls umzuorientieren.

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