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Spendenübergabe im Stil der Zeit. FOTO: PM

Anstieg häuslicher Gewalt

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Gießen(pm). Ursula Herrmann, Präsidentin des Zonta Clubs Burg Staufenberg-Gießen, überreichte gemeinsam mit Dr. Sibylle Starzacher, der Vorsitzenden des Vereins "Freunde von Zonta International", eine Spende in Höhe von 3000 Euro für die beiden Frauenhäuser, dem Frauenhaus-Sozialdienst katholischer Frauen und dem Autonomen Frauenhaus. Auch dringend benötigte Masken wurden dank einer Privatinitiative an die beiden Vertreterinnen der Frauenhäuser überreicht.

Die Folgen des Gebots "bleibt zu Hause" mit seinen finanziellen und ganz besonders seelischen Folgen werden wir wohl erst erfahren, wenn die Beschränkungen wieder aufgehoben sind. Es ist aber sicher, dass Frauen und Kinder jetzt vermehrt häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, wie Ursula Herrmann, Präsidentin des Zonta Clubs Burg Staufenberg-Gießen, in einem Gespräch mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Friederike Stibane, erfuhr.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte in einer Videobotschaft vor einer "schrecklichen Zunahme" häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie und rief am Sonntag weltweit die Regierungen dazu auf, dagegen vorzugehen.

Auch in Gießen ist ein Anstieg häuslicher Gewalt festzustellen. Man hat früh begonnen, Voraussetzungen zu schaffen, um eine unbürokratische Unterbringung von Frauen und Kindern sicherzustellen. Die Organisation dafür übernehmen die Oase und die Gießener Frauenhäuser. Eine ungeklärte Frage blieb allerdings die Finanzierung der Erstausstattung mit Artikeln des täglichen Bedarfs und die Lebensmittelversorgung. Hier wurde der Zonta Club Burg Staufenberg-Gießen aktiv: Eine großzügige Spende von 3000 Euro, die der Verein anlässlich eines runden Geburtstags erhalten hat, wird - ganz im Sinne der Spender - je zur Hälfte dem Frauenhaus-Sozialdienst katholischer Frauen und dem Autonomen Frauenhaus als "Direkthilfe" übergeben.

Langfristig, so Stibane, werde sich die Frage stellen, wie Unterkünfte und Versorgung bei denjenigen, die keine Leistungen von anderen Kostenträgern beziehen und über kein eigenes Einkommen verfügen, dauerhaft finanziert werden können. Sie schlägt daher vor, mit einem "Direkthilfefonds" die notwendige Unterstützung zu ermöglichen. Dieser Vorschlag fand uneingeschränkte Zustimmung bei den Zonta-Frauen.

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