Wort zum Sonntag

Was uns Angst macht

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Täglich bekommen wir neue Zahlen von Corona-Fällen geliefert: steigende Neuinfektionen, kumulierte Zahlen aller positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Personen, die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Menschen. Es werden Corona-Risikogebiete ausgewiesen, es gibt Reisebeschränkungen und Quarantäne-Auflagen, um die Infektionsketten zu durchbrechen.

Was macht das mit uns? Auf jeden Fall macht uns das Angst. Dazu kommen Frust und Enttäuschungen, Unverständnis, Ärger oder gar Wut, weil es keine einheitlichen Vorgehensweisen gibt, keine Planungssicherheit, kein Ende abzusehen ist. Ganz zu schweigen von den Existenzängsten und Nöten des Mittelstandes, der Bediensteten in Hotels und Gaststätten oder der Künstler und Musiker, deren Lebensgrundlagen bedroht oder schon vernichtet sind.

Was steckt hinter der Angst? Ist es hauptsächlich das Coronavirus, was uns Angst macht? Ist es die Angst, an Covid-19 zu erkranken? Oder ist es die Angst davor, dass es nie mehr so sein wird wie vor Corona? Ist es die Angst vor der "neuen Normalität"? Ist es die Ungewissheit, wie das alles weitergehen soll?

Alle diese Ängste sind real und müssen ernst genommen werden. Es sollten aber auch Wege aus der Angst aufgezeigt werden. Diese zeigt uns der auf, der selbst die tiefsten Nöte des Lebens durchlitten hat und der uns in Joh. 16,33 zuspricht: "In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!" Jesus Christus. Sich ihm anzuvertrauen, lohnt sich! Bei ihm finden wir Schutz und Sicherheit. Der Schöpfer des Universums hält alles in seiner Hand und ihm entgleitet nichts. Schon der Beter des 91. Psalms wusste, an wen er sich in der Angst wenden konnte: "Denn der Herr ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht" (Ps.91,9). Das Wissen, bei ihm geborgen zu sein, kann uns die Angst nehmen. Diese Geborgenheit finden wir in der Bibel, dem Wort Gottes.

Hermann Menger ist Leitungsmitglied der Freien evangelischen Gemeinde Gießen

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