IJB-Laden öffnet

Aus Amélie wird Eckstein

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Der IJB-Laden für gebrauchte Kindersachen ist ins Gewerkschaftshaus umgezogen. Er kommt Benachteiligten gleich in zweierlei Hinsicht zugute. Einkaufen darf dort jeder.

Kommt eine Spielhalle oder gar ein weiterer Imbiss ins "Döner-Dreieck"? Um die Nachfolgeregelung für das ehemalige "Café Amélie" im Gewerkschaftshaus "gab es wilde Gerüchte", weiß DGB-Geschäftsführer Matthias Körner. Dabei sei eine Kommerzialisierung nie geplant gewesen. Am heutigen Donnerstag öffnet ein gemeinnütziger Second-Hand-Laden für Kinderkleidung und Spielzeug an der Ecke Walltorstraße/Asterweg. Das passe zum Haus und werte das Innenstadtviertel auf, so Körner.

In den fast zehn Jahren des genossenschaftlich organisierten Café Amélie gab es zunehmend Klagen über Lärm, Schmutz und Belästigungen. Im Herbst zog es aus. Einen Mietvertrag über zunächst fünf Jahre unterschrieben hat die Gesellschaft für Integration, Jugend und Berufsbildung (IJB).

Damit schlägt die IJB zwei Fliegen mit einer Klappe, erläutern Geschäftsführer Rüdiger Harz-Bornwasser und Fachanleiter Alexander Ruppert. Zum einen werden rund 20 benachteiligte Menschen im Verkauf ausgebildet und beschäftigt; für sie war der Platz am Stammdomizil in der Nordanlage eng geworden. Zum anderen gibt es günstige Kindersachen für Familien gerade aus der Nordstadt. Hinzu kommt nun mehr Laufpublikum. Jeder darf dort einkaufen; Gießen-Pass-Inhaber zahlen die Hälfte. Der Laden für Damenkleidung bleibt an der Nordanlage, ebenso das "Weck-Eck" mit Mittagstisch.

Kleiderspenden willkommen

"Segensreich" nennt Thomas Weigand vom Jobcenter die von Vereinen getragenen Geschäfte für Gebrauchtkleidung, von denen es in Gießen mehrere gibt. Der Bedarf sei hoch.

Geöffnet ist der Laden montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr. Sehr willkommen sind Spenden. Gut erhaltene Kleidung, Spielzeug, Kinderwagen und ähnliches kann man am besten in der Nordanlage 33 abgeben.

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