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Auch der frühere Offiziersclub soll abgebrochen werden. SCHEPP

Start im nächsten Jahr

Am alten Kellertheater in Gießen entstehen 320 Wohnungen

  • Marc Schäfer
    VonMarc Schäfer
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Der Immobilienboom geht weiter: Das Marburger Unternehmen S+S Grundbesitz will im kommenden Jahr in Nähe des früheren US-Depots in Gießen groß investieren.

Gießen – Die Veränderungen an der Rödgener Straße gehen munter weiter. Das gilt nicht nur für das Gelände des ehemaligen US-Depots, sondern auch für das Areal auf der anderen Seite der Straße nach Buseck. Auf dem etwa 3,3 Hektar großen Quartier rund um den ehemaligen Offiziersclub der US-Army, in dem später auch das Kellertheater untergebracht war, plant das Marburger Unternehmen S+S Grundbesitz im nächsten Jahr den Neubau von etwa 320 Wohnungen. Das bestätigte S+S-Geschäftsführer Karsten Schreyer auf Anfrage dieser Zeitung.

»Die Fläche soll als Wohn- und Mischgebiet entwickelt werden. Nach einer durchgeführten Testplanung mit drei unterschiedlichen Entwürfen werden mit dem Eigentümer derzeit die Planungsziele verhandelt«, fügt Bürgermeister und Planungsdezernent Peter Neidel hinzu. Laut Neidel werde ein »ausgewogener Wohnungsmix unter Berücksichtigung einer anteiligen Sozialquote« verwirklicht Der Bebauungsplan-Einleitungsbeschluss werde in die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eingebracht.

Neue Wohnungen für Gießen: Baustart für 2022 eingeplant

Die S+S Grundbesitz hat das Areal samt der sechs Gebäude vor etwa sechs Monaten erworben. Während das ehemalige Domizil des »Keller Theatre« am Kopf des Quartiers schon lange leersteht, dienten die anderen Gebäude zuletzt unter anderem der Unterbringung von Flüchtlingen. Vier der sechs Häuser sind bereits entmietet, die anderen beiden werden bis zum Ende des Jahres folgen. Noch in diesem Jahr soll mit dem Abbruch der ersten Gebäude begonnen werden, um Platz für die neue Nutzung zu machen. Auch der frühere Offiziersclub soll abgerissen werden. Er steht nicht unter Denkmalschutz. »Wir rechnen damit, dass wir im Frühjahr 2022 Baurecht erhalten und dann auch bald mit dem Bau beginnen werden. Gerade erstellen wir den Masterplan, der Grundlage für den späteren Bebauungsplan werden soll.

Erst im zweiten Schritt werden die Hochbauplanungen beginnen. Dabei werden wir mit zwei Architektenbüros zusammenarbeiten«, sagt Schreyer über das Projekt, das den Namen »Monroe Quartier« tragen soll. Es sei eine große Chance, eine weitere ehemalige Kasernenfläche einer neuen und guten Nutzung zuzuführen, betont der Unternehmer. »Wir sehen das Projekt in Ergänzung zur Bebauung Am alten Flughafen und wollen ein durchmischtes und generationenübergreifendes Wohngebiet entwickeln.« (mac)

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