Auf der Eingangstreppe des Alten Schlosses: Post-President Karin Molka überreicht den symbolischen Scheck an Museumsleiterin Dr. Katharina Weick-Joch. Vorne links Annelie Dautz, Vorsitzende des IWC-Fördervereins, rechts Schatzmeisterin Anne Dorfmüller. FOTO: DKL
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Auf der Eingangstreppe des Alten Schlosses: Post-President Karin Molka überreicht den symbolischen Scheck an Museumsleiterin Dr. Katharina Weick-Joch. Vorne links Annelie Dautz, Vorsitzende des IWC-Fördervereins, rechts Schatzmeisterin Anne Dorfmüller. FOTO: DKL

Altes Schloss eröffnet später

  • vonDagmar Klein
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Gießen(dkl/gl). Die Bauarbeiten im Oberhessischen Museum verzögern sich. Ursprünglich wollte Museumsleiterin Dr. Katharina Weick-Joch das Alte Schloss ab dem 31. August wieder für Besucher öffnen. Doch daraus wird erst einmal nichts. Das Haus samt Ausstellungen wird erst am 25. Oktober wieder öffentlich zugänglich sein können. Die dort untergebrachte Sonderausstellung "Feuer und Flamme" wurde entsprechend verlängert. Sie ist nun bis zum 10. Januar 2021 zu sehen.

Bald WLAN-Zugang im ganzen Haus

Doch der Grund für die verlängerte Schließungszeit des Alten Schlosses - die anderen beiden Museumshäuser am Kirchenplatz sind ohnehin von der Umbauauszeit nicht betroffen und weiterhin geöffnet - ist durchaus auch erfreulich. Die Arbeiten zum Einbau des neuen Aufzugs gehen planmäßig voran. Es stehe nur noch die TÜV-Abnahme aus, sagt Weick-Joch.

Für Verzögerungen sorgt allerdings der Austausch bzw. der Neueinzug von Kabeln, der komplizierter als ursprünglich absehbar ist. Neben Leitungen für die Sicherheitsbeleuchtung werden auch Datenkabel in allen Stockwerken verlegt, sodass künftig in allen öffentlich zugänglichen Räumen des Alten Schlosses WLAN-Access-Stationen eingerichtet werden können. Bisher waren im Museum nur die Büroräume an das Internet angeschlossen, demnächst können sich Museumsbesucher überall einloggen. Insofern dürfte die längere Schließung des Museumshauses, das mit diesem Schritt endlich im digitalen Zeitalter ankommen kann, wohl zu verschmerzen sein.

Von der längeren Sperrung des Netanya-Saals sind Veranstaltungen von Frau und Kultur und des Oberhessischen Geschichtsvereins betroffen, für die aber wohl Ausweichräumlichkeiten gefunden werden können.

Und es gibt noch etwas Erfreuliches aus dem Oberhessischen Museum zu berichten: Der Inner Wheel Club Gießen-Wetzlar überreichte dem Museum eine großzügige Geldspende, mit der in den kommenden Herbstferien zwei Workshops angeboten werden können. Weick-Joch ist sehr froh darüber, erlaubt es ihr doch, neue Formate zu entwickeln, die für teilnehmende Kinder und Jugendlichen kostenfrei sind.

Der Inner Wheel Club hatte die Museumsleiterin im November 2019 eingeladen, einen Vortrag über die Neuaufstellung des Museums zu halten. Die damalige Präsidentin Karin Molka hatte für ihr Amtsjahr das Thema Kunst und Kultur gewählt und entsprechende Themen und Referentinnen ausgewählt. Der seit 15 Jahren in der Region Gießen-Wetzlar bestehende Frauen-Service-Club gehört zu den weltweit größten Frauen-Service-Organisationen. Die 30 Mitglieder haben sich dem sozialen Engagement verpflichtet, insbesondere der Förderung von Kindern und Jugendlichen, und sammeln regelmäßig Spendengelder durch Benefizveranstaltungen, Basare und weitere Aktivitäten.

In ihrem Vortrag hatte Weick-Joch auch das Vermittlungsangebot des Oberhessischen Museums für Kinder und Jugendliche vorgestellt. Die anschließend gesammelten Spenden wurden nun offiziell überreicht, zusammengekommen sind 1000 Euro.

80er-Ausstellung bis 10. Januar

Das neue Vermittlungsprogramm ist inspiriert von der dann ab 25. Oktober wieder live zu besichtigenden Ausstellung "Feuer und Flamme", in deren Zentrum Plakate der 1980er Jahre stehen. Der dreitägige Workshop "Plakativ! - Die Kunst der Buchstaben" ist gedacht für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren und bietet eine Reise durch die Geschichte der Schrift. Am Ende können alle selbst kreativ werden, mit Brushpens und Spraydosen lassen sich Postkarten und Plakate gestalten.

Der eintägige Workshop "Buchstabensalat" wendet sich an Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren. Auch hier geht es um das Thema Schrift, auch der im Museum zu findenden Inschriften. Hier können die Kinder mit Feder und Tinte ihre ersten Erfahrungen mit der Kalligrafie machen.

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