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Derzeit ist das »Alt-Gießen« geschlossen. Im August soll es wieder öffnen.

Keine Brauanlage mehr

„Alt-Gießen“ ändert gastronomisches Konzept radikal: Keine Brauerei mehr

  • Christoph Hoffmann
    VonChristoph Hoffmann
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Das „Alt-Gießen“ ist derzeit wegen Renovierung geschlossen. Wenn es wieder öffnet, wird es gewaltige Veränderungen geben, und die betreffen nicht nur die Getränke.

Gießen – Das »Alt-Gießen« war bis zuletzt einzigartig in Gießen: Das Wirtshaus an der Westanlage servierte Bier, das in der eigenen Hausbrauerei gebraut wurde. Doch damit ist jetzt Schluss. 30 Jahre nach der Eröffnung saniert Betreiber Ramazan Kaya das Lokal. Und die Brauanlage wurde ausgebaut.

„Alt-Gießen“: Neue Konkurrenz durch Weissbräuhaus

»Die Anlage war schon ziemlich alt«, sagt Kaya. Es gibt aber noch einen zweiten Grund für die Entscheidung, künftig kein selbstgebrautes Bier mehr anzubieten, und der liegt zu Fuß nur ein paar Minuten entfernt. Vor einigen Wochen hat in der Alten Post das Benediktiner Weissbräuhaus eröffnet. Eine zu große Konkurrenz für das »Alt-Gießen«, wie Kaya sagt. Er glaubt, sein Publikum werde künftig eher am Bahnhof der Leidenschaft nach Bier nachgehen. Das heißt aber nicht, dass im »Alt-Gießen« die Zapfhähne künftig trocken bleiben.

»Wir haben saniert und die Inneneinrichtung ein wenig verändert«, sagt Kaya. Künftig soll es an der Westanlage deutsche und italienische Küche geben, im Grunde entsteht eine neue Pizzeria. Auch mit Blick auf den neuen Stellenwert von Hygienemaßnahmen sei einiges geändert worden.

Restaurant in Gießen: „Alt-Gießen“ will im August wieder öffnen

Wer momentan am »Alt-Gießen« vorbeiläuft, könnte meinen, das Lokal habe dauerhaft geschlossen. Die Eingangstür ist mit großen Spanplatten verschraubt, daneben stehen einige Euro-Paletten. Kaya versichert jedoch, dass das Restaurant demnächst wieder öffnen soll. »Spätestens am 15. August wollen wir wieder für die Gäste da sein«, betont der Betreiber.

Eigentlich sollte das Lokal nach der Sanierung bereits wieder geöffnet sein, doch laut Kaya sorgen lange Lieferzeiten für Verzögerungen. So warte das Team noch immer auf die neue Haustüre, auch die Trennwände für die sanitären Anlagen ließen weiter auf sich warten, sagt Betreiber Kaya. Wenn die Lieferungen eingetroffen sind, gehe es weiter. Dann ohne selbstgebrautes Bier, dafür mit umso mehr Bruschetta. (chh)

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