Schüler malen mit Acrylfarben an einer Staffelei im Alten Schloss des Oberhessischen Museums. FOTO: DKL
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Schüler malen mit Acrylfarben an einer Staffelei im Alten Schloss des Oberhessischen Museums. FOTO: DKL

Alle Seiten profitieren

  • vonDagmar Klein
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Gießen(dkl). Am Samstagvormittag hallte das hohe lichtdurchströmte Foyer des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums (LLG) von den Geräuschen einer besonderen Veranstaltung wider. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen Monaten ein universitäres Angebot zur Kunstpraxis genutzt und zeigten an diesem Tag die Ergebnisse ihres kreativen Gestaltens. Ermöglicht hat die Kooperation Gabriele Hüllstrunk.

Hüllstrunk ist Lehrerin am LLG und hat eine Abordnung für die universitäre Lehre. Am Institut für Kunstpädagogik (IfK) bringt sie mehr Praxisnähe in das pädagogisch-didaktische Studium.

Mit je halber Stelle an zwei Arbeitsplätzen, das ist anstrengend, sagt sie, ermöglicht aber auch besondere Kooperationen. Und mit denen geht sie auch an die Öffentlichkeit. So erprobte sie im vorletzten Wintersemester erstmals das KUKO-Projekt, eine Kunstkooperation zwischen Uni und Schule, und es läuft gut. "Es macht allen Beteiligten viel Freude", berichtet Studentin Isabelle Becker.

Beide Seiten können davon profitieren: die Studierenden lernen ganz praktisch das Unterrichten, die Schüler und Schülerinnen entdecken ihr künstlerisches Potenzial. Auf beiden Seiten kommen die Beteiligten aus verschiedenen Altersgruppen. Damit verbunden sind weitere Erfahrungen. "Einige waren total begeistert, dass sie für einige Stunden mal in die Räume der Universität durften.", berichtet die Kunstpädagogikstudentin Lina Bunte. Natürlich gibt es einen eigenen Flyer, in dem die verschiedenen Kurse vorgestellt werden. Zum Angebot gehörten diesmal die Kurse Zeichnen, Malerei, Mangas, Kunst-Aktivismus (hier: Fridays for Future), Performance und Fotografie.

Mehr Praxisnähe

In diesem Winter neu war die Kooperation mit dem Oberhessischen Museum, die fortgesetzt werden soll. Drei Tage lang durften die Schüler unter dem Motto "Kunterbunt" mit Staffeleien, Pinsel, Stiften und Farben mitten im Alten Schloss Platz nehmen. Sie konnten nicht nur den StadtLabor-Raum nutzen, sondern auch die Treppenhausfoyers, saßen also inmitten von Vitrinen und Skulpturen. "Das hat enormen Schwung in das Arbeiten gebracht", so Hülls-trunk, "Umgeben von so viel Kunstwerken waren alle beflügelt." Unterstützt hat diese Mammutaktion der derzeit einzige männliche Student im KUKO-Team Max Hübner.

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