In leuchtenden Blautönen schimmert der Bakterienteppich auf dem Neuen Teich. 	FOTO: SCHEPP
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In leuchtenden Blautönen schimmert der Bakterienteppich auf dem Neuen Teich. FOTO: SCHEPP

Am Neuen Teich

Algenproblem in Gießen weitet sich aus - Gefährlich für Hunde?

  • Karen Werner
    vonKaren Werner
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Gießen hat ein Algenproblem: Auf dem Neuen Teich schwimmt ein leuchtend türkisfarbener Bakterienbelag. Für Hunde kann er giftig sein.

Gießen (kw). Erst grün, dann blau: Das Algenproblem im Stadtpark Wieseckaue weitet sich aus. Auf dem Neuen Teich schwimmt seit einigen Tagen ein leuchtend türkisfarbener Bakterienbelag. Für Hunde kann er giftig sein. Vierbeiner sollten also - was im Stadtgebiet ohnehin vorgeschrieben ist - an die Leine genommen werden und nicht aus dem Gewässer trinken.

Wie schon vor einem Jahr bilden die Cyanobakterien am Übergang vom Neuen zum Kleinen Teich metallisch schimmernde Schlieren. Die intensiven Blautöne sind auf Fotosynthesefarbstoffe zurückzuführen. »Aufgrund der Hitze und fehlender Niederschläge vermehren sie sich explosionsartig«, erläutert Magistratssprecherin Claudia Boje auf GAZ-Anfrage.

Algenproblem im Neuen Teich Gießen: Regen und Kühle würden helfen

Früher wurden die Bakterien zu den Algen gerechnet. Sie enthalten Gasbläschen und konzentrieren sich an der Wasseroberfläche. Sie produzieren zunächst viel Sauerstoff. Doch sobald sie absterben, wird beim mikrobiellen Abbau Sauerstoff verbraucht. Ein Fischsterben kann die Folge sein.

Unternehmen kann die Stadt gegen die »Algenblüte« kaum etwas. Helfen würde eine Verringerung des Nährstoffgehalts im Wasser - oder Regen und kühle Temperaturen.

Das gilt auch für die Grün- algen auf dem Schwanenteich, die der Stadt seit etwa sechs Wochen Probleme bereiten. Nachdem die aufwendige »Abfischaktion« vor drei Wochen keinen dauerhaften Erfolg gebracht hat und sich der Bewuchs wieder stark vermehrt, suche das Gartenamt nach anderen kurzfristigen Möglichkeiten, erläutert Boje.

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