Reaktion auf Synode

AfD: Ev. Kirche verstößt gegen politische Neutralität

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Mit deutlicher Kritik an der evangelischen Kirche in Gießen reagiert die heimische AfD auf den Beschluss der Synode des Gießener Dekanats, die Veranstaltung »Solidarität ist unsere Alternative. Keine AfD in den Landtag!« zu unterstützen.

Mit deutlicher Kritik an der evangelischen Kirche in Gießen reagiert die heimische AfD auf den Beschluss der Synode des Gießener Dekanats, die Veranstaltung »Solidarität ist unsere Alternative. Keine AfD in den Landtag!« zu unterstützen, die am 13. Oktober in der Kongresshalle stattfinden soll. »Für uns hat eine Kirche, die sich neben vielen anderen Verfehlungen auch solchen linken Bündnissen anschließt, gleichzeitig aber einen eigenen Dekan für die SPD ins politische Rennen um ein Landtagsmandat schickt, ihre gebotene politische Neutralität vollends aufgegeben und ihren letzten Rest an Glaubwürdigkeit verloren«, erklärt AfD-Kreisvorsitzender Uwe Schulz in einer Pressemitteilung. Die evangelische Kirche irre, wenn sie glaube, sie könne mit dem Verweilen im Lager der AfD-Gegner und der Unterstützung ihres Dekans Becher für die SPD verlorene Wähler zurückholen, meint der Bundestagsabgeordnete.

Vielmehr würden die Kirchenmitglieder erkennen, dass sie instrumentalisiert werden sollen, indem die Kirche ihnen eine »hypermoralische Ansicht« aufzudrängen versuche. Dieses Verhalten stoße aber immer mehr Mitglieder ab, wie die stetig hohen Zahlen der Kirchenaustritte eindrucksvoll belegten. Die Vertreter der evangelischen Kirche in Stadt und Kreis Gießen betonten unablässig, sich für eine »freiheitliche Demokratie« einzusetzen, spalteten aber die Gesellschaft und stellen sich aktiv gegen die Wähler, Mitglieder und Anhänger der AfD, der laut Schulz »einzig verbliebenen konservativen Partei«.

Die AfD sehe sich jedenfalls in ihrer Forderung bestätigt, die Kirchensteuer abzuschaffen. Schulz: »Erst dann, wenn die Kirchen sich um ihre eigenen Finanzierungen bemühen müssen, werden sie zu ihrem eigentlichen missionarischen Auftrag finden und sich neutral und unabhängig um ihre ›Schäfchen‹ kümmern.«

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