"Achillesferse" von Cov-2 gesucht

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Gießen(epd). Ein internationales Team aus Forschern und Unternehmen macht sich auf die Suche nach der "Achillesferse" des neuen Coronavirus. Daraus soll sich die Entwicklung eines Wirkstoffs gegen SARS-CoV-2 ergeben, wie die Universität Gießen mitteilte. Das Projekt wird von der Europäischen Union für vier Jahre mit voraussichtlich 3,75 Millionen Euro gefördert. Die Gießener Universität erhält 600 000 Euro. "Wir wollen neue Zielstrukturen in der Wirtszelle finden, an die das Virus bindet und die für das Virus essenziell sind", so der Virologe Friedemann Weber, dessen Arbeitsgruppe am Projekt beteiligt ist. "Diese Interaktionen sollen dann gehemmt werden, damit sich das Virus nicht mehr vervielfältigen kann." Im Mittelpunkt für neue Therapien steht laut Universität ein Protein, über das SARS-CoV-2 in die Wirtszellen eintritt. Die Forscher suchen aber auch nach weiteren Zielen des Virus in der Zelle. Die gewonnenen Daten sollen Weber zufolge der gesamten wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden. "Mit unserem Projekt unterstützen wir somit alle anderen Bemühungen zur Bekämpfung von SARS-CoV-2."

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